Trauer um Kino-Pionierin Liese Prinz

Erstellt am 22. September 2022 | 04:05
Lesezeit: 2 Min
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Liese Prinz.
Foto: privat
40 Jahre lang führte Liese Prinz das Gmünder Kino und sorgte dafür, dass es auch heute noch besteht.
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Eine Pionierin des Kinos im Waldviertel ist nicht mehr: Liese Prinz ist am 13. September im Kreise ihrer Familie verstorben. Dem Kino widmete sie einen großen Teil ihres Lebens und sorgte somit dafür, dass jenes in Gmünd als einziges von einst zehn Kinos im Bezirk heute noch besteht.

1964 übernahm Liese Prinz das familiengeführte Kino in Gmünd und brachte es erfolgreich durch 40 ereignisreiche Jahre. Anfang der 1990er Jahre wurde ein Billard-Café eingerichtet, das vor allem durch spontane Musik-Sessions am Piano vielen Waldviertlern noch immer in Erinnerung ist. Ende der 1990er Jahre wurden unter Prinz zwei Säle zum bestehenden Kino dazu gebaut. 2004 übergab sie ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen an Tochter Julia, gemeinsam mit Familie und Wegbegleitern konnten 2018 das Jubiläum 100 Jahre „Stadtlichtspiele Gmünd“ und zehn Jahre Waldviertler Kinos Gmünd und Zwettl gefeiert werden.

Privat fand Liese Prinz ihren Ausgleich im Reisen. Das führte sie auf alle Kontinente, auf denen sie zahlreiche Länder kennenlernte, Europa wurde per Wohnmobil erkundet. Sie war als starke und unabhängige Unternehmerin bekannt, die sich bedingungslos für ihr Kino einsetzte. Dadurch schaffte sie die Grundlage, dass die Kulturinstitution Kino in Gmünd auch weiterhin besteht. Der Gedenkgottesdienst für Liese Prinz wird am 24. September um 15 Uhr in der evangelischen Friedenskirche abgehalten. -ah-

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