Gmünd überholte bereits alle Rot-Bezirke des Landes. Seit bereits einer Woche auf der Überholspur ist der Gmünder Bezirk in Sachen Covid-19: Binnen sieben Tagen wurden mehr als 90 Neuinfektionen verzeichnet. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl zog Gmünd an sämtlichen bisherigen Rot-Bezirken im Coronaampel-System vorbei.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 26. Oktober 2020 (14:48)
NÖN, Markus Lohninger

Die tagelange Entspannung, die sich infolge des Hochzeitscluster-Nachhalls allmählich im Bezirk Gmünd eingestellt hatte, hatte wie auf NÖN.at berichtet zum Beginn der Vorwoche ein Ende genommen. Seither kletterte die Infiziertenzahl von 180 auf mittlerweile 272 in die Höhe. „Wir kommen ans Limit“, hatte Bezirkshauptmann Stefan Grusch bereits vor dem Wochenende hinsichtlich der Aufarbeitung der Positivtestungen bis hin zur Kontakterhebung und Kontaktinformation gesagt. Die Fälle würden sich quer über den Bezirk verteilen, es sei kein klares Muster erkennbar. 

Nachbarbezirk Waidhofen wurde inzwischen, obwohl ebenfalls sehr stark von Covid-19 betroffen, in der Gesamtstatistik überholt. Hinsichtlich der auf 100.000 Einwohner hochgerechneten „7-Tage-Inzidenz“ liegt Gmünd laut AGES-„Dashboard“ mit dem Wert 253 aktuell hinter den Bezirken Lilienfeld (318) und Wiener Neustadt-Stadt (309) auf Rang drei – mit Tulln, St. Pölten-Stadt, Amstetten, Mödling und Bruck/Leitha wurden alle bisherigen Rot-Bezirke Niederösterreichs auf der Coronaampel überholt. Landesweit liegt der Inzidenzwert aktuell bei 157.

Noch schlimmer als Gmünd trifft es übrigens den südlichen Nachbarbezirk Freistadt in Oberösterreich, der innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 202 Infektionen (7-Tage-Inzidenz: 303) kam.