Villenkolonie: Bietet Stadt mit? Politik berät

Gewaltiges Echo auf die NÖN-Story zur Verkaufsausschreibung für die historische „Villenkolonie“ in der Gmünder Neustadt.

Markus Lohninger
Markus Lohninger Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:57
Villenkolonie
Die ÖBB-Immobilien bieten die im Ersten Weltkrieg errichtete „Villenkolonie“ zum Verkauf an. Mindestpreis: 1,55 Mio. Euro.
Foto: Karte: Google-Earth, Grafik: Hammerl

Das Bieterverfahren für die „Villenkolonie“ mit 72 Wohnungen in 18 Häusern war das Top-Thema der Vorwoche im Bezirk. Während 57 Prozent der 600 Teilnehmer einer Umfrage auf NÖN.at bezweifeln, dass sich ein Käufer für die baulich auch laut Exposé in schlechtem Zustand befindliche Siedlung findet, wird schon von zwei privaten Interessenten gemunkelt.

Auch die politische Debatte läuft. Der Stadt biete sich die Chance, das Wohnungsangebot „auf Jahre abzusichern und abzurunden“, heißt es in einer Aussendung der SPÖ-Stadträte Miksch, Langegger und Bierbach. Es brauche rasch ein „zukunftsträchtiges Konzept und einen soliden Finanzplan“, eventuell auch mit einer Genossenschaft, die SPÖ wolle mit den anderen Fraktionen „auf Augenhöhe zusammenarbeiten“. Reinhard Langegger mahnt indes, man dürfe nicht auf verbliebene Mieter vergessen.

Das Thema sei zu wichtig für Parteipolitik, hofft auch ÖVP-Klubchef Martin Preis auf einen konstruktiven, gemeinsamen Weg: „Es geht um ein großes Siedlungsgebiet inmitten der Stadt, das ist eine spannende Geschichte.“ Er berichtet von einem Erstgespräch mit dem Land NÖ bezüglich Förderoptionen & Projektentwicklungen, der Stadtrat sei zum Thema zusammengesessen, eine Begehung mit ÖBB-Vertretung sei angebahnt worden. Nach einer Sanierungskosten-Grobschätzung sollen Stadt- und Gemeinderat bis nächste Woche über ein konkretes Angebot beraten.