Erste über 80 erhielten Covid-Schutzimpfung. Angelika Pallischs Ordination ist erste „Impfordination“ im Bezirk Gmünd, am Dienstag ging es los. Waidhofner Rotkreuz-Sanitäter wurden in Bezirksstelle Gmünd geimpft.

Von Michael Schwab und Karin Pollak. Erstellt am 16. Februar 2021 (13:08)
Unter den ersten Geimpften in der Ordination von Angelika Pallisch war Elfriede Dietrich aus Heidenreichstein.
Schwab

Rot-Kreuz-Sanitäter aus den Bezirken Gmünd und Waidhofen hatten am 11. Februar die Möglichkeit, sich in der Bezirksstelle Gmünd, freiwillig und unter Einhaltung von strengen Hygienemaßnahmen, mit der ersten Dosis gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Nur wenige Tage später, am Dienstagvormittag, liefen im Bezirk Waidhofen die Impfungen für Personen über 80 an.

Das Rettungsdienstpersonal des Roten Kreuzes ist seit Beginn der Pandemie ständig im Corona-Einsatz – bei Rettungsdiensteinsätzen, bei denen man immer mit der Möglichkeit einer Infektion konfrontiert ist, oder als Covid-Tester bei den permanenten Teststraßen, die gerade auch umgesetzt werden. „Wir sind derzeit sehr gefordert, deshalb wurde das freiwillige Angebot auch mit Begeisterung angenommen“, betont der Gmünder Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Klaus Rosenmayer. Die erste Teilimpfung erhielten die Sanitäter in der Gmünder Dienststelle. Dazu wurde eine perfekt koordinierte Impfstraße eingerichtet.

61 Sanis ließen sich impfen. Aus dem Bezirk Waidhofen nutzen 61 Sanitäter das Impfangebot, einen eigenen Termin auf der Bezirksstelle Waidhofen gab es nicht. Der Grund dafür ist die Handhabung des in Mehrdosen-Ampullen gelieferten Impfstoffes, der nach dem Anbrechen der Flaschen nur begrenzt haltbar ist. Geimpft wurde mit dem Impfstoff von Astra Zeneca, einige wenige Personen über 64 Jahren wurden aufgrund der Empfehlung des nationalen Impfgremiums zum Impfen mit dem Biontech-Pfizer-Impfstoff nach Tulln und Zwettl geschickt.

„Die Nachfrage war nicht schlecht, es ging darum, dass jene, die als Rettungssanitäter im Dienst stehen, geimpft werden. Wer jetzt noch abgewartet hat, kann die Impfung später nachholen, muss dafür aber eventuell nach Tulln fahren oder warten, bis die allgemeine Bevölkerung dran ist“, sagt der Waidhofner Bezirksstellenleiter Günter Stöger.

Die nächste wichtige Phase, die nun im Land angelaufen ist, ist die Impfung der nicht in Pflegeheimen lebenden Personen über 80. Die Groß Sieghartser Hausärztin Angelika Pallisch ist die erste „Impfordination“ im Bezirk Waidhofen. Am Dienstag um 7.30 Uhr wurde die erste Impfung verabreicht. Im ersten Impfzyklus vom 16. Februar bis 3. März können 288 Personen geimpft werden. Ihre zweite Impfung erhalten diese Personen im Zeitraum zwischen 9. und 24. März. Zum Einsatz kommt der Impfstoff von Biontech-Pfizer.

Angemeldet sind in Groß Siegharts 150 Frauen und 138 Männer im Alter zwischen 80 und 96 Jahren. 52% der Teilnehmer kommen aus dem Bezirk Waidhofen, 25% aus dem Bezirk Horn, 13% aus dem Bezirk Zwettl und sechs Prozent aus dem Bezirk Gmünd. Der Rest verteilt sich auf weitere Bezirke Niederösterreichs.