Weitere Ärzte übersiedeln

HNO - Facharzt Russay und Orthopäde Schubert verlassen ihre Gmünder Praxis-Standorte – und verstärken künftig das Healthacross-Gesundheitszentrum.

Markus Lohninger
Markus Lohninger Erstellt am 18. September 2021 | 07:20
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Das Team im Healthacross Gesundheitszentrum nimmt Form an. Am Bild (v.l.): Manager Manfred Mayer, Orthopäde Miroslav Bazant, Diätologin Tina Schwingenschlögl, Psychologe Thomas Halmetschlager, Orthopäde Daniel Schubert, Landesrat Martin Eichtinger, Bürgermeisterin Helga Rosenmayer, Radiologe Thomas Capellmann, Abgeordnete Martina Diesner-Wais und HNO-Facharzt Gabor Russay.
Foto: Philipp Monihart

Die Eröffnung des 2,5 Millionen Euro schweren, EU-geförderten „Healthacross Gesundheitszentrum Gmünd“ naht mit Riesenschritten. Nicht nur das Haus, auch das Team nimmt konkrete Gestalt an. Der Trend geht dabei in Richtung Bündelung der Gmünder Kräfte: Nach Praktiker Ralf Österreicher und Kinderarzt Andreas Helfert wurden nun auch HNO-Arzt Gabor Russay sowie die am Landesklinikum beschäftigten Orthopäden Daniel Schubert und Miroslav Bazant gewonnen.

„Die Außenanlagen sind bald fertig, und auch innen befinden wir uns im Endspurt.“ Manager Manfred Mayer über den Stand der Dinge im Health- across Gesundheitszentrum

Russay: Zweiter Umzug in Gmünd

Nicht mehr vorstellen muss man in Gmünd Gabor Russay. Der gebürtige Ungar, der seit mehreren Jahrzehnten in Österreich lebt, übernahm nach Stationen unter anderem im St. Anna Kinderspital bereits im Jahr 2000 eine Facharztpraxis für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten für alle Kassen am Gmünder Stadtplatz. 2010 übersiedelte er in den früheren Elektromarkt vis-à-vis des Spitals in der Conrathstraße, jetzt zieht er noch ein zweites Mal um.

Ebenfalls übersiedeln wird der Orthopäde Daniel Schubert, Oberarzt am Landesklinikum Gmünd, der im März 2021 die Wahlarzt-Praxis von Johannes Bräuner in der Spitalgasse übernommen hatte – gemeinsam mit seiner Gattin Judith, einer ausgebildeten Physiotherapeutin. Beide hatten schon da via NÖN angekündigt, im Herbst ins neue Zentrum in der Bleyleben übersiedeln zu wollen.

Hier werden sie auf einen Arbeitskollegen Schuberts am Landesklinikum treffen: Mit Miroslav Bazant wird eine zweite Wahlarztstelle für Orthopädie im Gesundheitszentrum eingerichtet. „Bazant ist Tscheche, erweitert daher unser Spektrum“, freut sich Zentrumsmanager Manfred Mayer.

„Vitalität im Zentrum“

Landesrat Martin Eichtinger sieht Russay, Schubert und Bazant als wichtige Partner für den Themenkomplex Vitalität & Gesundheit. Man stehe hinter dem biopsychosozialen Ansatz, der das Körperliche, Emotionale, Mentale und die sozialen Bedürfnisse umfasst, ergänzt Mayer. Essentiell für die „Vitalität im Zentrum“ sei die Abstimmung unterschiedlicher Professionen und sich ergänzender Dienstleistungen: „Dazu haben wir versucht, ein interdisziplinäres Team aus unterschiedlichen Fachbereichen zu gewinnen.“

Beide Orthopäden verfolgen demnach „ein Bewegungs-Therapieprogramm in Abstimmung mit physiotherapeutischen Leistungen“, Schubert gemeinsam mit seiner Gattin, Bazant mit Physiotherapeutinnen des Zentrums wie Martina Riegler. Zu einer ganzheitlichen Versorgung mit den Bereichen Ernährung, Bewegung und Psyche soll künftig auch der Gmünder Psychologe Thomas Halmetschlager beitragen, der im Sommer wie berichtet die Praxis von Gabriele Kastner in der Bahnhofstraße als Wahlarzt übernommen hatte. Das Angebot soll zusätzlich zur Praxis bestehen, auf Prävention, Beratung und Behandlung bei psychischem Leidensdruck abzielen, sagt Manfred Mayer.

Ziel ist regelmäßiger Vortragsbetrieb ab 2022

Das grenzüberschreitende Healthacross-Zentrum soll indes auch ein Schulungsort werden. Primar Thomas Capellmann, der das Röntgeninstitut am Klinikum leitet und 2015 das Diagnosezentrum von Christa Menner übernahm, soll etwa über Brustkrebsvorsorge und Untersuchungsmöglichkeiten informieren – und Diätologin Tina Schwingenschlögl über allerlei zum Thema Ernährung. Zentrumsmanager Mayer schwebt ein regelmäßiger Vortragsbetrieb für die Öffentlichkeit im großen Vortragssaal vor, wo etwa 70 Besucher Platz finden sollen. „Das Programm ist derzeit in Ausarbeitung, es soll im kommenden Jahr vielleicht mit einem Halbjahres- oder Jahresplan starten“, sagt er im NÖN-Gespräch.

Baulich sei das Projekt in der Bleylebenstraße bereits in die Zielgerade eingebogen, freut sich Mayer: „Die Außenanlagen sind bald fertig, und auch innen befinden wir uns im Endspurt.“ Eine Eröffnung wird noch für Oktober ins Auge gefasst.