Wildwest-Szene vor Libro? „Ein Gerücht“. Die Gerüchteküche schäumt in der Gmünder Bezirkshauptstadt derzeit wegen angeblicher Häufungen von Gewaltdelikten fast über.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 09. September 2017 (10:47)
APA (Archiv)

Eben erst sorgten ein überzogener Bericht in einem Gratisblatt über eine angebliche Messerstecherei (eine Person hat sich, wie in der NÖN richtig gestellt wurde, ohne Fremdeinwirkung mutmaßlich selbst verletzt) und ein Online-Bericht über eine ein Jahr zurückliegende Auseinandersetzung zwischen Polizei und bewaffneten Asylwerbern in Gmünd (auch die NÖN berichtete damals darüber) für Furore.

Nun treiben Erzählungen über angebliche Wildwest-Szenen am Nachmittag des 8. September mit Polizisten in schusssicheren Westen, Gewehr im Anschlag, vor der Libro-Filiale in der Gmünder Einkaufsmeile bunte Blüten.

Das berühmte Fünkchen Wahrheit hinter jedem Gerücht kann Bezirkspolizei-Kommandant Wilfried Brocks gegenüber der NÖN auch in diesem Fall bestätigen: Es habe bei dem Geschäft eine Hilfeleistung für eine Person gegeben, die ohne Fremdeinwirkung zusammengebrochen war, sagt er. Die beschriebenen Wildwest-Szenen bezeichnet Brocks aber als „Gerücht“. Der Gmünder Posten ist bekanntlich nur wenige Meter von der Libro-Filiale entfernt.