Pärchen langte in "Landlädchen" zu

Paar suchte, wenn Geld knapp wurde, „Landlädchen“ auf. Bezahlt wurde nicht.

Jutta Hahslinger Erstellt am 25. September 2021 | 05:59
Diebstahl Symbolbild
Symbolbild
Foto: Bilderbox

Die Selbstbedienungsläden namens „Landlädchen“ in der Stadt Gmünd und im Bezirk Zwettl überzeugen mit ihrer großen Produktvielfalt (für den alltäglichen Bedarf, aber auch mit regionalen und saisonalen Spezialitäten), und sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit bei den Kunden. Es funktioniert auch einfach: Ware aussuchen, Produkte scannen, Bezahlart (bar oder mittlerweile auch mit Karte) wählen, bezahlen und dann die Köstlichkeiten mitnehmen und genießen.

Auch ein befreundetes Paar (25- und 30-jährig) aus dem Bezirk Zwettl nahm die Annehmlichkeiten der Landlädchen gerne in Anspruch und entwickelte sich zur Stammkundschaft, leider mit einem Schönheitsfehler für die Waldviertler Betreiber: Es bezahlte die Ware nicht und es fischte auch noch Bargeld durch den Schlitz der Handkasse.

„Es tut mir leid. Aber wenn das Bargeld knapp und der Hunger zu groß wurde, gingen wir dahin“, erklärte die 25-Jährige nun vor Gericht. Sie gab zu, Waren vom Gugelhupf über Milch und Kipferl bis hin zu Toiletteartikel gestohlen zu haben.

Urteile: Drei bzw. zwölf Monate bedingt

Das Paar entschuldigte sich bei den Ladenbetreibern und zeigte sich bereit, für den Schaden in Höhe von insgesamt 700 Euro aufzukommen.

Für den bislang unbescholtenen Waldviertler setzte es wegen Diebstahls nun drei Monate bedingt. Die Haupttäterin, die neben den Diebstählen noch eine Urkundenfälschung – sie war mit einem nicht zugelassenen Wagen und manipuliertem Pickerl zum Selbstbedienungsladen unterwegs gewesen – begangen hat, wurde zu einem Jahr bedingt verurteilt. Nicht rechtskräftig.