EVN übernimmt und baut aus. Stadt Gmünd überträgt Betrieb der E-Tanken vorm Rathaus und am Schubertplatz an EVN, die umrüstet – und weitere Ladestellen in Alt- und Neustadt ankündigt.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 18. Januar 2021 (05:57)
Auch der Schnelllader vor dem Rathaus trägt bald das EVN-Logo, das Carsharing bleibt davon unberührt.
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Im Jahr 2017 hatte die Stadt Gmünd im Zuge ihres neuen Angebotes eines „E-Carsharings“ einen Schnelllader vor dem Rathaus und eine Ladestation am Schubertplatz installiert. Jetzt tritt sie Betrieb und Wartung an die EVN ab, die zugleich die Schaffung zusätzlicher Ladestationen in Alt- und der Neustadt ankündigt.

Grund für die Übergabe der E-Tanken sei der große Aufwand für die Stadtgemeinde, erklärt Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP). Es habe oft Probleme gegeben. Die Abstimmung zwischen Hard- und Software sei, weil beides von verschiedenen Firmen kam, schwierig gewesen, präzisiert Stadtbaudirektor Michael Prinz: „Künftig ist alles in einer Hand, dadurch sollte es friktionsfrei laufen.“ Die Infrastruktur an sich bleibt im Gemeindebesitz.

Die Übernahme durch die EVN, die mit 5.000 E-Tankstellen das größte flächendeckende Netz Österreichs hat, soll bis Ende Februar erfolgen. Bis dahin müssen die Anlagen noch umgebaut und auf das EVN-System umgerüstet werden. Für Kunden ändere sich primär, dass künftig eben über die EVN abgerechnet wird, betont Prinz. Das Carsharing-Modell der Stadt bleibe von der Umstellung unberührt.

Zwei weitere E-Tankstellen geplant

Seitens der EVN nennt Sprecher Stefan Zach Pläne, zumindest noch vor dem Sommer zwei weitere E-Tanken – jeweils inklusive Ladestelle für E-Bikes – in Gmünd zu errichten: Eine ist am Mühlgassen-Parkplatz geplant, die zweite wird in Krankenhaus-Nähe ins Auge gefasst.

Der Wunsch sei für die Altstadt der Stadtplatz gewesen, sagt Baudirektor Prinz. Aber: Es braucht die Option einer nahen Trafostation und der Zuleitung, „da ist am Stadtplatz nichts zu machen.“ Der Mühlgassen-Parkplatz mit Aufzug zum Stadtplatz sei daher die sinnvollste Kosten-Nutzen-Variante. In der Neustadt biete sich ein Plätzchen direkt vor dem Spital an, weil vis-à-vis der Trafik bereits eine Trafostation existiert.

Die EVN selbst hat indes in der Bezirkshauptstadt eine neue Stromquelle erschlossen: Die im Vorjahr angekündigte, große Photovoltaikanlage am Dach des Biomasseheizwerkes ist bereits in Betrieb. Die Energie daraus fließt aber in kein Fahrzeug: Sie wird zur Eigenversorgung des Heizwerkes verwendet.