„5 vor 12“: Heini Staudinger öffnete Schremser Lokal. Auch im Waldviertel wurde mit der Aktion „5 vor 12“ gegen die fortdauernde Schließung der Gastronomie protestiert: „Schuh-Rebell“ Heini Staudinger öffnete die Tür zu seinem „Gea-baba Lokal“ im Hotel zur Sonne in Schrems. Gäste durften aber keine rein.

Von Markus Lohninger und Karl Tröstl. Erstellt am 18. Januar 2021 (16:09)
Mit Grablichtern vor dem offenen, aber leeren "Gea-baba Lokal" in Schrems: Heini Staudinger und Partnerin Renate Gönner.
Karl Tröstl

An die 150 Wirte beteiligten sich am 18. Jänner bundesweit am Protest – und zwar, so Mit-Initiatorin Alexandra Psichos, Stellvertreterin der Gruppe Kaffeehäuser der WKO Wien, ausdrücklich nicht als „Coronaleugner“. Es gehe vielmehr darum, dass Hilfsleistungen vielfach ausblieben und die wirtschaftliche Situation für Wirte immer trister werde. Sie fordern eine Gastro-Öffnung unter strikten Schutzmaßnahmen. 

Symbolisiert wurde das Leiden der Wirte am Montag mit leeren Lokalen und Grabkerzen an Fenstern. Ihm gehe es mit seiner Teilnahme auch um die Solidarität mit jenen Wirtshäusern, denen die Lichter allmählich für immer ausgehen, sagt Schuhproduzent Heini Staudinger. Seiner Gesellschaft gehört auch das Gea-Hotel zur Sonne am Schremser Hauptplatz, die Tür zur Wirtsstube öffnete er gemeinsam mit Partnerin Renate Gönner pünktlich um „5 vor 12“.

Der Umsatz im Hotel sei im Vorjahr unter der Last der Coronakrise um 40 Prozent zurückgegangen, rechnet Staudinger vor, „und das trotz eines hervorragenden Sommers“. Bereits im Herbst sei die Buchungslage allerdings, schon vor dem zweiten Lockdown, neuerlich eingebrochen.