Blockheide: Lämmchen ertränkt. Tiermörder dürfte sechs Monate altes Lamm im Streichelzoo der Blockheide in Wassertrog getötet haben.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 27. Juni 2018 (05:54)
Wiltrud Möstl beim Wassertrog, wo sie das kleine Schaf am 21. Juni ertränkt vorfand.
NOEN, Karl Tröstl

Ein weißes Lämmchen aus dem Streichelzoo in der Blockheide dürfte einem brutalen „Tiermörder“ zum Opfer gefallen sein. Die Polizei ermittelt.

Die Schutzhauswirtin in der Blockheide, Wiltrud Möstl, hat zur Freude vieler Naturparkbesucher, insbesondere der Kinder, einen kleinen Streichelzoo eingerichtet und zwei Schafe in einem eingezäunten Gehege untergebracht.

Vor etwa zwei Wochen holte sie ein weiteres kleines, weißes Lamm aus ihrer eigenen Zucht in dieses Gehege.

Neben der Futterstelle befindet sich ein Plastiktrog, der etwa zehn Zentimeter hoch mit Wasser gefüllt ist. Hier können die Tiere mit frischem Wasser versorgt werden. Und genau dieses wenige Wasser ist dem kleinen Lämmchen zum Verhängnis geworden – wobei ein Unbekannter brutal nachgeholfen haben dürfte. Denn als die Wirtin am 21. Juni in den Morgenstunden zum Schutzhaus kam, fand sie das kleine Schaf ertränkt im Plastiktrog vor. „Ein Schaf geht nicht freiwillig ins Wasser. Außerdem hat das Lamm die Möglichkeit gehabt, aus dem Trog zu springen oder den Kopf aus dem Wasser zu strecken“, betont Möstl. „Es lag also sofort der Verdacht nahe, dass ein Tiermörder das fünf Monate alte Tier ertränkt haben könnte.“

Ein zufällig in der Nähe anwesender Polizist hörte den Aufschrei der Besitzerin und eilte sofort zu ihr. In seiner Freizeit stand er der Wirtin mit Rat und Tat zur Seite. Es wurde natürlich Anzeige erstattet.

Tierarzt Bernhard Kammerer erklärte zu diesem Fall, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass das Tier aus Unachtsamkeit ertrinken würde. Um ganz sicher zu gehen, dass das Tier nicht krank war, müsse man es sezieren, meinte der Tierarzt.

Dass ihre Schafe krank sein könnten, schließt Möstl aus. „Meine Tiere werden laufend tierärztlich untersucht.“