Wohnhaus und Scheune standen in Flammen. Großalarm am 26. Dezember gegen 6 Uhr früh: In Flammen standen das Obergeschoss eines erst kürzlich komplett renovierten Wohnhauses in Steinbach samt Zubau, in dem der Heizungsofen untergebracht. Die vier Bewohner mit einem Kleinkind konnten sich noch aus dem brennenden Haus retten.

Von Karin Pollak. Update am 26. Dezember 2020 (14:16)

130 Mitglieder der Feuerwehren aus Großpertholz, Karlstift, Angelbach, Harmanschlag, Watzmanns sowie aus St. Martin, Wultschau und Unserfrau sowie die Kollegen der Feuerwehr Nonndorf aus dem Bezirk Zwettl kämpften  bis 11 Uhr gegen die Flammen.

Diesen Großeinsatz leitete Rene Steininger, Kommandant der Feuerwehr Großpertholz. „Der Brand dürfte vom Zubau ausgegangen sein. Die Flammen griffen sofort auf den Dachstuhl und das Obergeschoss des Wohnhauses über. Bei unserem Eintreffen stand bereits alles im Vollbrand. Die Bewohner konnten gerade noch rechtzeitig das brennende Haus verlassen. Die Familie ist jetzt im Gasthaus des Ortes untergebracht.“ Ein Hausbewohner musste ins Krankenhaus gebracht werden, er dürfte Verbrennungen erlitten haben.

Ein Atemschutztrupp der FF St. Martin konnte die beiden Katzen der Familie aus dem brennenden Haus retten
FF St. Martin

Gerettet werden konnten auch die beiden Katzen dieser Familie. Diese holte ein Atemschutztrupp der Feuerwehr St. Martin aus dem brennenden Gebäude –  die beiden Vierbeiner blieben unverletzt.

Der Brandeinsatz, bei dem auch die Drehleiter der Feuerwehr Wultschau eingesetzt worden ist, verlief laut Steininger problemlos. „Alle Kameraden blieben unverletzt, wir hatten weder mit dem Löschwasser noch mit der Kälte ein Problem.“ Das Löschwasser wurde aus der Lainsitz sowie aus der Zysterne am Nachbargrundstück entnommen.

Die Brandursache steht noch nicht fest. Für Montag hat sich ein Brandsachverständiger angesagt. Die Schadenshöhe dürfte groß sein, das sanierte Haus sei schwer beschädigt.

„Wichtig ist, dass die Hausbewohner es geschafft haben, sich aus den Flammen zu retten. Der hätte sonst viel schlimmer ausgehen können“, meinte der Einsatzleiter, der gemeinsam mit seinen Kameraden von der Feuerwehr Großpertholz die „Feuerwache“ übernimmt, die vermutlich noch bis in die Abendstunden andauern wird.

FF Großpertholz

„Nach dem in der Nacht auf 6. Dezember ein großer Stadel gebrannt hat und bei dem mehr als 100 Floriani im Einsatz gestanden sind, war das der zweite forderne Einsatz innerhalb kurzer Zeit für uns“, betonte Steininger.