Ideenmarathon am Sonnenplatz: „Wie das Dorf in Gallien“

Erstellt am 22. März 2022 | 15:46
Lesezeit: 3 Min
Beim 1. Waldviertler Climathon wurden 24 Stunden lang Ideen zur Energiewende ausgetüftelt.
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Der Verein Interkomm Waldviertel veranstaltete in Kooperation mit der KEM Lainsitztal und der Energie- und Umweltagentur NÖ vergangenes Wochenende einen 24-stündigen Ideenmarathon am Sonnenplatz in Großschönau. Bei diesem „1. Waldviertler Climathon“ erarbeiteten Gemeindevertreter nachhaltige Lösungsideen zur Energiewende.  Die 25 Gemeindevertreter aus dem Waldviertel machten sich Gedanken zu den Themen Biomasse, Mobilität & Digitalisierung, Photovoltaik & Wind sowie Gebäudesanierung. Die vier Arbeitsgruppen wurden durch live zugeschaltete Experten unterstützt. Am Samstag präsentierten sie ihre Ideen einer Jury, der auch Landesrat Ludwig Schleritzko und Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth angehörten.

Die meisten Punkte erhielt jene Gruppe, die sich Gedanken über eine intensivere Nutzung von Biomasse machte. Platz zwei erreichte Digitalisierung & Mobilität: mittels App können Gruppenmitglieder Mitfahrgelegenheiten koordinieren. Auf Platz drei kam die Photovoltaik & Wind-Gruppe, Team vier befasste sich mit Gebäudesanierung von Altbauten. Das Potenzial der ausgearbeiteten Ideen überraschte selbst Optimisten.

Bürgermeister Martin Bruckner, Obmann von Interkomm Waldviertel, fasste zusammen: „Heizöl und Erdgas könnten gänzlich ersetzt werden. So blieben hunderte Millionen Euro jedes Jahr im Waldviertel und würden Kriegstreibern entzogen.“

Martin Ruhrhofer, Gemeindeenergiereferent der Energie- und Umweltagentur NÖ, verglich Großschönau mit dem aus „Asterix“ bekannten kleinen Dorf in Gallien: „Die Großschönauer wird man in den Geschichtsbüchern wiederfinden. Sie kamen, sahen und siegten – für den Klimaschutz.“ — Lob für die Energiespar-Vorreiter.

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