Neujahrskonzert in der Kulturwerkstätte. Es hat schon Tradition, dass in Großschönau mit dem Neujahrskonzert und dem „Ensemble Neue Streicher“ schwungvoll ins Neue Jahr gestartet wird. Heuer war es am 12. Jänner soweit.

Von Helma Meierhofer. Erstellt am 13. Januar 2020 (08:23)

Josef Gratzl freute sich über das Kommen von Bürgermeister Martin Bruckner und dem Gmünder und Bad Großpertholzer Mittelschul-Direktor Christian Skoll sowie über die vielen Gäste im vollbesetzten Saal.

Unter der Leitung von Johannes Holik, selbst schon „Fast-Großschönauer“, brachte das „Ensemble Neue Streicher“ bekannte Melodien von Johann Strauss wie „Wiener Blut“ und „Tritsch-Tratsch-Polka“, von Johann Schrammel „Wien bleibt Wien“, Franz Lehars „Da geh ich ins Maxim“ oder Emmerich Kalmanns „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“. Elisa Valentina führte charmant durchs Programm und erzählte manches „G’schichterl“ vom Walzerkönig Strauss.

"Sie können ruhig selbst stolz darauf sein"

Konzertmeister Georg Ille brillierte mit einem Solo auf der Violine bei Franz Lehars „Ungarische Melodie“. Bariton Thomas Weinhappel begeisterte mit aussdrucksstarker Stimme als Rosenkavalier bei Carl Millöckers „Dunkelrote Rosen“. Komödiantisches Talent bewies er auch in einer lustigen Einlage mit Dirigent Azis Sadikovic bei Carl Michael Ziehrers „Nachtschwärmer“.

Azis Sadikovic gratulierte Großschönau zur schönen Kulturwerkstätte und zum tollen Kulturangebot: „Sie können ruhig selbst stolz darauf sein. Sie haben gesehen, wie viel Freude wir haben, hier auftreten zu dürfen – das gute Zusammenspiel funktioniert auf nonverbaler Ebene“. Ende des Programms war der „Donauwalzer“ von Johann Strauss.

Amüsant gestaltete Josef Gratzl auch die Übergabe von regionalen Geschenken an die Künstler. Die erste Zugabe war eine „Uraufführung“, und zwar die „Schnelle Polka“ mit Text von Johannes Holik, gesungen vom Publikum im Saal. Es folgte „Ja das Schreiben und das Lesen“ von Bariton Thomas Weinhappel aus dem „Zigeunerbaron“ und als krönenden Abschluss der „Radetzkymarsch“ mit kräftigem Mitklatschen der Besucher im Saal. Gelungen war auch die Öffnung des Feststadels als „Bar“ in der Pause, das Team von „großARTig Großschönau“ kümmerte sich um Speis und Trank für die Gäste.