Sechs Neue im Team von Bürgermeister Martin Bruckner. In Großschönau geht Bürgermeister Martin Bruckner in seine fünfte Funktionsperiode. Vize Martin Hackl bestätigt.

Von Karin Pollak. Erstellt am 23. Februar 2020 (12:18)
Der neue Gemeinderat von Großschönau hat sich am 11. Februar konstituiert. Bürgermeister Martin Bruckner und Vizebürgermeister Martin Hackl (beide ÖVP) wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Gemeinde Großschönau

Alles beim Alten bleibt in der Gemeindeführung in Großschönau: Bürgermeister Martin Bruckner und Vizebürgermeister Martin Hackl, beide ÖVP, wurden bei der konstituierenden Sitzung in ihren Ämtern bestätigt. Auch die geschäftsführenden Gemeinderäte Elfie Kurzmann, Maria Strondl und Klaus Stebal (ÖVP) sowie Karl Wagner (SPÖ) starteten in eine weitere Funktionsperiode. „Die Ressorts haben wir noch nicht verteilt“, betont Bürgermeister Martin Bruckner.

Hausverstand, Fleiß und Mut

Bruckner – seit 2000 im Amt – gab die vorrangigen Ziele vor: „Wir müssen uns bewusst machen, welche Stärken und Schwächen wir haben, was unsere Geschichte ist und wo wir daheim sind.“ Er will damit auch auf die Leistungen der Vorgänger aufmerksam machen: „Aufbauend darauf sollen wir mit Hausverstand, Fleiß und Mut arbeiten, wobei das Gemeinsame vor dem Eigeninteresse stehen muss. Leistungen gehören gewürdigt. Ebenso müssen wir Kooperationen eingehen, um Herausforderungen stemmen und gegen den Strom schwimmen zu können.“

Wir gehören zu den Schlechten

Herausforderungen seien demografischer Wandel, Klimawandel, Globalisierung und die Daseinsvorsorge insgesamt. Der demografische Wandel ist vorprogrammiert: „Die Babyboomer gehen langsam in Pension. Die Sterberate wird steigen, die Geburtenrate sinkt“, betont Bruckner, der aber auf eine positive Bilanz in Großschönau verweist: „Zwischen 1991 und heute konnten wir bei der Bevölkerung um 3,2 Prozent zulegen, während es in dieser Zeit im Bezirk ein Minus von 10,9 Prozent gibt.“ Der Klimawandel sei noch nicht richtig in den Köpfen angekommen: „Wir Österreicher sind nur 0,1 Prozent der Weltbevölkerung. Wir gehören also zu den Schlechten. Die Chinesen sind nur halb so schlecht wie wir“, zeigt Bruckner auf. Bei der Globalisierung gehe es um Postamtsschließungen, aber auch um die Festigung der regionalen Betriebe: „Wenn wir in der Region nur das kaufen, was wir in den Einkaufszentren vergessen haben, gehen die Arbeitsplätze für unsere Kinder verloren und die Qualität, bei dem was wir essen oder anziehen, sinkt.“

Bei der Daseinsvorsorge insgesamt gehe es um ein gutes Leben und was es dafür braucht: „Wir sind gesegnet, was Freizeit und Umwelt bietet. Vereinswesen, Altenbetreuung sind gut aufgestellt, bei der Kinderbetreuung gibt es Luft nach oben. Nadelstiche gibt es wegen Postamtsschließungen und dem Ärztemangel. Wir müssen bei uns eine höhere Lebensqualität bieten, als es in einer Stadt gibt.“

Rasche Reaktion gefragt

Konkrete Projekte gebe es für den neuen Gemeinderat noch nicht: „Aus Erfahrung weiß ich, dass es Zeitfenster gibt, die einfach aufgehen. Will man Zukunftsträchtiges umsetzen, muss man rasch reagieren.“

Sechs Neue im VP-Klub

Neu im Gemeinderat sind Lukas Weigl-Pollack, Günter Wiesmayr, Silvia Faltin, Florian Markhart, Lukas Stiedl und Claudia Koppensteiner von der ÖVP. Diese ersetzen Rosemarie Mayer, Markus Knapp, Johann Krenn, Gerhard Haider, Daniel Klopf und Johannes Weigl.