"Entrepreneurship Week“ für die Gründer von morgen . Dritte „Entrepreneurship Week“ der HAK: Geschäftsideen machen Schule – über die vierte Klasse hinaus.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 18. Februar 2020 (17:10)
Siegerteam mit Gratulanten (v.l.): Direktorin Cordula Krammer, Mitorganisator Stefan Wielander, die Schülerinnen Tamara Palme, Selin und Victoria Mörzinger sowie Kathrin Leutner, Mitorganisatorin Birgit Stark.
privat

Kleines Jubiläum in der Gmünder HAK: Zum bereits dritten Mal ließen die Viertklässler in der Woche nach den Semesterferien die Köpfe rauchen – und wagten im Zuge der „Entrepreneurship Week“ erste Schritte in die Gründerszene.

Woche mit Vorprogramm. Genau genommen war es im dritten Anlauf schon mehr als eine Woche, weil die Ideenfindung nach den Erfahrungen der ersten Auflagen ausgeklammert und nach vor in den Jänner verlegt wurde, um die Ergebnisse „sickern“ zu lassen. 38 Schüler entwickelten in elf Gruppen Geschäftsideen mit dazugehörigen Business- und Marketingplänen, die nach der bilingual abgehaltenen Woche schließlich auf Deutsch und auch Englisch präsentiert werden mussten.

Dazwischen gab es Vorträge und Workshops mit Leo pold Kaufmann (WWV), Internex-Gründer Markus Böhm, Bankenvertretern, ein „Business Dinner“ im Sole-Felsen-Hotel oder eine Video-Konferenz in Englisch mit Bernhard Schwarz, der 2005 an der HAK maturiert und später ein erfolgreiches Start-up in Singapur gegründet hatte.

Gründerwoche strahlt in weitere Jahrgänge aus. Das gebotene Niveau werde von Jahr zu Jahr besser, sagt Birgit Stark, die gemeinsam mit Stefan Wielander die Organisation innehatte: „Die Schüler gehen wirklich über sich hinaus, zeigen auch keine Scheu vor der englischen Sprache.“ Themen würden mittlerweile teils schon in der dritten Klasse angedacht und später wieder bei Diplomarbeiten aufgegriffen, so Stark weiter.

Rezept gegen die Verschwendung. Bei abschließenden Präsentationen im Wirtschaftskammer-Festsaal galt es für die Schüler am Freitag, die Jury in Anlehnung an die BBC-Serie „Dragons’ Den“ mit kurzen und knackigen (ebenfalls zweisprachigen) Präsentationen zu überzeugen. Am besten gelang das einem Mädels-Quartett mit seiner „Lunchopolis“ getauften Geschäftsidee, aus frischen regionalen, aber im Markt übrig gebliebenen Lebensmitteln warme Mittagessen für Kindergärten und Schulen zuzubereiten.

Die Idee für bügelnde Kleiderhaken wurde von der Jury – Kinobetreiberin Julia Gaugusch-Prinz, Dietmar Stütz (RBOW), Michael Datler (W4 Sparkasse), Andreas Hahn (Eaton), Andreas Krenn (WKO) und Native Speaker Ian Marshall – auf Rang zwei, jene für bedruck-, lösch- und neu bedruckbares Papier auf Rang drei gereiht.