Lkw krachte in Wohnhaus: "Normal sitzen wir genau dort". Tiertransporter krachte ins Wohnzimmer eines Wohnhauses: Besitzer Leopold Diessner (83) und Schwiegersohn Rudolf Hahnl aus Reitzenschlag im Bezirk Gmünd schildern die dramatischen Sekunden des schweren Unfall!

Von Thomas Lenger und Franz Dangl. Update am 11. März 2019 (16:20)

„Ich bin kurz vor dem Unfall aus dem Haus gegangen und war gerade nur wenige Meter vom Haus entfernt auf einer Wiese“, erzählt der 83-jährige Waldviertler Leopold Diessner. „Dann hab ich es zweimal laut krachen gehört, und über unserem Haus ist eine große Staubwolke aufgegangen“.

Diessner rannte zu seinem Haus und fand in der Küche neben den Trümmern seinen Hund, der glücklicherweise unverletzt geblieben war. „Normal sitzen wir genau dort auf der Eckbank, doch heute war zum Glück meine Frau in einem nahen Wirtshaus bei einem Treffen“, schildert der Mann, dem dabei die Tränen kommen. „Gott sei Dank waren wir nicht im Wohnzimmer, als der Lkw in unser Haus krachte! Ich sah dann in dem Führerhaus des Lkws, der in meinem Wohnzimmer stand, eine Hand, die winkte. Es war der Lkw-Fahrer, er war ansprechbar.“

Der Schwerverletzte musste mit einem hydraulischen Rettungsgerät befreit werden - danach wurde er mit dem Rettungshubschrauber ins Landesklinikum Horn geflogen.

Franz Dangl
Rudolf Hahnl kann das Unglück noch immer nicht fassen.

Sichtlich geschockt zeigt sich auch Rudolf Hahnl, der das Haus mit seiner Familie und den Schwiegereltern bewohnt und sich zum Unfallzeitpunkt im ersten Stock befand. „Niemand wusste was los ist, als es einen Riesenkrach machte. Als wir ins Freie stürmten, konnten wir es kaum fassen. Nicht nur das Haus wurde zertrümmert, sondern auch mein davor abgestellter Pkw musste dran glauben.“

Zeugen gaben an, dass der mit 23 Jungrindern beladene Viehtransporter aufgrund eines geplatzten linken Vorderreifens ins Schleudern geraten sein dürfte. Anschließend habe der Lkw einen Baum touchiert, ehe er in das Haus regelrecht einschlug.

Ganze Arbeit leisteten dann die alarmierten Einsatzkräfte. Zahlreiche Polizeibeamte und Feuerwehrleute aus der gesamten Umgebung regelten mustergültig den Verkehr und begaben sich in den umliegenden Wäldern auf die schwierige Suche nach den entlaufenen Tieren.

Wir hatten vom dramatischen Lkw-Unfall berichtet: