Heidenreichstein

Erstellt am 02. März 2017, 05:37

von NÖN Redaktion

Nach Schlaganfall zu Fuß zu Arzt!. 50-Jähriger ging noch selbst in die Praxis von Stefan Hammer, der erkannte sofort die akute Lebensgefahr: Hubschrauber wurde angefordert, der Mann gerettet.

Symbolbild  |  Gwoeii/Shutterstock

Aus einem „normalen“ Arztbesuch wurde am 27. Februar binnen kürzerster Zeit ein interner Notfall, zu dem der Notarzthubschrauber gerufen werden musste: Dem Patienten, der eine Gehirnblutung erlitten hatte, konnte das Leben gerettet werden.

Ein 50-Jähriger ging am frühen Nachmittag sogar noch selbst in die Praxis von Stefan Hammer. „Es war aber offensichtlich, dass er einen Schlaganfall erlitten hatte. Daher habe ich sofort den Notarzt verständigt. Sein Zustand hat sich dann schlagartig verschlechtert“, berichtet Hammer. Er setzte sofort die nötigen Infusionen und Maßnahmen, um die Krampfanfälle des Mannes in den Griff zu bekommen.

Gute Nachrichten aus der Klinik St. Pölten

Die Notärztin forderte dann auch gleich den Notarzthubschrauber an – für den Patienten war das, so Hammer, lebensrettend.

„Aus der Klinik in St. Pölten sind schon am nächsten Tag sehr gute Nachrichten gekommen. Dem Patienten geht es wieder gut, die Blutung wurde gestillt und er konnte schon auf die normale Station verlegt werden“, weiß der Mediziner, der die perfekte Rettungskette in diesem Fall besonders lobt. „Jeder hat sein Bestmögliches getan, dank diesem Einsatz ist dieser Patient noch am Leben.“

Stefan Hammer weist bei der Gelegenheit explizit darauf hin, dass man als Laie auch über die Auffälligkeiten eines Schlaganfallpatienten Bescheid wissen sollte: „Wenn Zähne fletschen, Zunge zeigen, Lippen spitzen und Stirnrunzeln nicht mehr gehen, dann sind das akute Alarmzeichen und der Patient gehört sofort ins Krankenhaus!“