Neue Kritik am Busbahnhof, aber einfache Erklärungen

Erstellt am 19. Juni 2022 | 04:11
Lesezeit: 2 Min
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Vor allem bei starken Regenfällen erfüllt die behördlich vorgeschriebene „Grube“ ihre Pflicht, wie Bürgermeister Gerhard Kirchmaier aufzeigt.
Foto: Franz Dangl
„Gruben“, Parkflächen, Buswartehäuschen: Heidenreichstein-Stadtchef hat Erklärungen .
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Heftig und deftig – so hört sich die Kritik am neu gestalteten Busbahnhof der Burgstadt in einem Video an, das seit einiger Zeit auf Social-Media-Kanälen kursiert. Der Verfasser – sein Name ist der Redaktion bekannt – kritisiert darin anonym vor allem die „Gruben“ am Rande der Haltestelle, wo er zusätzliche 10-15 Parkplätze reklamiert. Die Planer beschimpft er unter anderem als „Volltrottel“. Zudem bemängelt er das Fehlen eines Wartehäuschens und vermerkt, dass „lediglich zwei Bänke zur Verfügung stehen“.

Bürgermeister Gerhard Kirchmaier (SPÖ) sieht die Sache trotz der herben Kritik und derben Wortwahl entspannt. „Der Kritiker sollte sich vorerst einmal informieren, um was es da geht“, sagt er. Die sogenannte Grube sei behördlich vorgeschrieben und habe den Zweck, das Oberflächenwasser bei Regen aufzufangen und zur Ableitung bzw. Versickerung zu bringen. Solche Gruben sieht man mittlerweile auch bei allen größeren versiegelten Bodenflächen, damit das Regenwasser nicht durch den Kanal abgeleitet werden muss – das Kanalsystem also bei Regen weniger stark strapaziert wird.

Kirchmaier betont indes, dass lediglich zwei der früheren Parkplätze durch die Umgestaltung verloren gegangen seien, „in 50 Metern Entfernung jedoch genug Parkmöglichkeiten vorhanden sind“. Dass ein Wartehäuschen vonnöten ist, ist auch dem Stadtchef klar. Aber: „Leider gibt es hier unerwartete Lieferschwierigkeiten, sodass das komplette Wartehaus noch nicht aufgestellt werden konnte. Ich hoffe, dass dieses Problem noch im Juni gelöst werden kann.“

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