Podcast aus dem Waldviertel: Weinstabl und Polt sind „Leopoldine“

Alltag, Kultur und Beruf durch die feministische Brille betrachten: Das machen Birgit Weinstabl und Doris Polt in ihrem Podcast.

Erstellt am 15. Januar 2022 | 04:40
Lesezeit: 2 Min
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Birgit Weinstabl (l.) und Doris Polt nehmen gemeinsam Podcasts auf – und sprechen dabei auch über das Waldviertel.
Foto: Birgit Weinstabl

„Dürfen wir vorstellen, wir sind Leopoldine“ – so nennt sich der erste Podcast von Birgit Weinstabl und Doris Polt. Diesen Namen trug nicht nur die Oma von Weinstabl, sondern er ist auch die weibliche Version des Landesheiligen Leopold. Es geht also darum, das Leben aus einem feministischen Blickpunkt zu betrachten. „Wir wollen dabei aber nicht belehrend sein, sondern ganz entspannt auf unterschiedliche Themen eingehen“, so Weinstabl.

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Schon im Sommer hatte die freischaffende Künstlerin Birgit Weinstabl die Idee zu diesen kurzen Audio-Formaten. Als sie mit Doris Polt eine geeignete Gesprächspartnerin gefunden hatte, starteten sie im Oktober mit den ersten Aufnahmen. Acht Folgen sind seitdem entstanden, und es sollen noch mehr werden. Weinstabl: „Wir wollen ungefähr ein Mal pro Monat einen Podcast veröffentlichen – solange wir motiviert sind.“ Die Gesprächsthemen ergeben sich unter anderen aus den Berufen oder persönlichen Vorlieben der beiden. „Wir haben viel zu erzählen, weil wir Weltenbummler sind“, heißt es im ersten Podcast. Ganz selbstironisch macht man sich aber als Ausgleich zum „Landei“: „Die Frauen am Land können was!“

Doris Polt ist ausgebildete Grafikdesignerin, war allerdings auch in der Gastronomie tätig und hat mit einer Catering-Firma weltweit für die Formel 1 gearbeitet. Derzeit arbeitet sie für die Heidenreich steiner Buchhandlung „Blätterwirbel“.

Birgit Weinstabl hat Malerei studiert, beschäftigt sich aber auch mit Keramik, Schmuck und Produktdesign. Beide pendeln zwischen Wien und dem Waldviertel.

Zug oder Auto? Essen in Wien oder im Waldviertel?

So wird etwa in einer Podcast-Folge über „Zug oder Auto“ gesprochen, in einer anderen das Essen verglichen. Etwas ernster wird es, wenn es über die soziale Lage von Kunstschaffenden geht – vor allem von Frauen. Da wird natürlich auch die eigene Situation reflektiert: „Es soll auf jeden Fall etwas Greifbares dabei sein“, meint Weinstabl über ihr Konzept. Wie ist es, selbstständig zu sein? Wie geht es Frauen am Land? Was ist der gender-pay-gap? Oder einfach: Was sind gute Literatur-Tipps? Auch aktuelle Themen –wie etwa das Schenken zu Weihnachten oder Corona –finden natürlich Platz.

Es gab auch schon positives Feedback, vor allem von Frauen aus der Region. „Wir haben keine Werbung gemacht, sondern es nur in den Sozialen Medien verbreitet. Es soll langsam wachsen“, erzählt Weinstabl. Zu finden sind die Podcasts auf Spotify oder auch auf der Website birgitweinstabl.at