Rekord: Schmalspurbahnverein erreichte 5.000 Gäste. Schmalspurbahnverein erreicht erstmals mehr als 5.000 Fahrgäste. 2017 wird 30-Jahr Jubiläum gefeiert.

Von Stefan Hawlicek. Erstellt am 07. Dezember 2016 (04:00)
NÖN
Stefanie Kranner und Clara Hawlicek (vorne, v. l. n. r.) waren nur zwei von insgesamt 400 Fahrgästen, die mit den Nikolozügen des WSV unterwegs waren. Für ein unvergessliches Erlebnis auf schmaler Spur sorgten Manfred Schwingenschlögl, Rudolf Mauritz, Josef Glanzl, Patrick Miedler und Thomas Schneider (von links nach rechts).

Das schönste Weihnachtsgeschenk werden sich die Mitglieder des Waldviertler Schmalspurbahnvereins heuer selber machen.

Wenn am 24. Dezember kurz nach 15.30 Uhr der Christkindlzug zurück in den Bahnhof Heidenreichstein gekommen ist, kann der WSV auf die erfolgreichste Saison seiner bald 30-jährigen Geschichte zurückblicken. „Dank der mehr als erfreulichen Nachfrage bei unseren Nikolozügen und unserem Christkindlzug werden wir heuer erstmals mehr als 5.000 Fahrgäste befördern“, sagt WSV-Obmann Manfred Schwingenschlögl der NÖN. Das bedeutet ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zu 2015.

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm

2017 wird beim Schmalspurbahnverein ganz im Zeichen des 30-jährigen Vereinsjubiläums stehen. Während die eigentlichen Feierlichkeiten für den Herbst geplant sind, laufen die Monate davor die Vorbereitungen für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. „Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung steht die Präsentation der frisch aufgearbeiteten Diesellokomotive 2092.04, die auch vor den unterschiedlichsten Zügen im Einsatz stehen wird“, verrät Schwingenschlögl.

Die ehemalige ÖBB-Verschublok ist eine waschechte Waldviertlerin, war sie doch von 1995 bis 1996 in der Zugförderungsstelle Gmünd stationiert. Über den Einsatz einer historisch nicht minder interessanten Gastlok wird im Frühjahr 2017 entschieden.
Heidenreichsteiner Bahnhof erworben

"Vertragsabschluss war wesentlicher Meilenstein"

Heuer ist es dem WSV gelungen, das Areal des Bahnhofes Heidenreichstein samt allen Hochbauten von der NÖ Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) zu erwerben. „Dieser Vertragsabschluss war ein wesentlicher Meilenstein in der Geschichte des WSV“, unterstreicht Manfred Schwingenschlögl. Er lobt er die Zusammenarbeit mit der NÖVOG aber auch im täglichen Bahnbetrieb als äußerst unkompliziert und reibungslos. „Wenn zwei dasselbe Ziel verfolgen, funktioniert eine Zusammenarbeit immer so, wie es sein soll.“
Das neu erworbene Heizhaus soll bis zur Jubiläumsfeier im Herbst 2017 ebenfalls in neuem Glanz erstrahlen.

Im Zuge der Streckenerhaltungsarbeiten sollen 2017 insgesamt 250 Betonschwellen bei Langegg eingebaut werden. Das gebrauchte Oberbaumaterial stammt von der Salzburger Lokalbahn (SLB). Darüber hinaus warten 2.000 von der NÖVOG zur Verfügung gestellte Holzschwellen auf ihre Verwendung. Schwingenschlögl: „Mit diesem Oberbaulager sind die nächsten notwendigen Arbeiten an der Strecke auf jeden Fall gesichert.“