SchneiderBau-Areal wird reaktiviert. Innovative Jungunternehmerin aus dem Mühlviertel kauft „SchneiderBau-Areal“ in Heidenreichstein und will es mit ihrem Gatten aus dem Dornröschenschlaf holen.

Von Franz Dangl. Erstellt am 13. September 2017 (03:51)
Bürgermeister Gerhard Kirchmaier begrüßt Natalya und Karl Undeßer, die neuen Besitzer des ehemaligen Schneider-Areals in der Altmannser Straße in Heidenreichstein.
Franz Dangl

Viele Jahre lang zählte das Bauunternehmen der Familie Schneider aus Heidenreichstein mit Niederlassungen in Litschau, Schrems und Wien zu den Paradefirmen im Waldviertel, war als guter und verlässlicher Partner sowie Arbeitgeber zahlreicher Menschen bekannt. Nach dem Tod der Seniorchefin und mangels Nachfolge-Interessenten in einem Insolvenz-Verfahren übernahm die Baufirma Talkner einen Teil des Betriebs und etliche Arbeitskräfte an ihren neuen Standort an der Schremser Straße. Das Firmengebäude an der Altmannser Straße, nahe dem Bahnhof, stand dann an die 15 Jahre leer bzw. wurde als Lager verwendet. Jetzt wird dem Areal durch das Ehepaar Undeßer aus dem Mühlviertel neues Leben eingehaucht.

Als Chefin leitet Natalya Undeßer bereits zwei Unternehmen. „Auf zwei Beinen steht man besser und solider“, nennt sie ihr Motto. Zum Einen wird ein Verleih-Service mit Zelten und Veranstaltungsequipment betrieben. Zum Anderen beschäftigt man sich seit Jahren mit der Eisstrahltechnik als innovativste Oberflächenbearbeitung und Reinigungsmöglichkeit der Zukunft, wobei der Schwerpunkt und das Spezialgebiet des Eisstrahlunternehmens auf Holz- bzw. Holzhaussanierungen sowie auf die Fahrzeug-Oldtimeraufbereitung und -Renovierung gelegt wird.

„Das Betriebsareal ist wie geschaffen für uns. Mit Fleiß, Engagement und Zuversicht werden wir unsere Herausforderung annehmen und bewerkstelligen.“ Natalya und Karl Undeßer

Diese Dienstleistungen sollen künftig auch in Heidenreichstein angeboten werden. Vorher jedoch sind noch viele kleine Schritte zur Renovierung und Instandsetzung des „Schneider-Areals“ notwendig, da auch eine Angebots-Ausweitung in Planung und Umsetzung ist – besteht hier doch reichlich Platz für weitere Betriebe. Nach der Revitalisierung des Objekts soll hier bis spätestens im nächsten Jahr ein „StartUP“-Gewerbehof zur Einmietung für Unternehmensgründer und Jungunternehmer angeboten werden. „Wir planen, mit attraktiven Mietflächen und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis bei zukünftigen Nutzern zu punkten und setzen auf Langfristigkeit unserer Ziele, denn das Waldviertel ist für gute und fleißige Arbeitskräfte weithin ein Begriff und ein guter Startboden für engagierte Menschen“, so Karl Undeßer, der die Instandsetzungs- und Umbauarbeiten leiten wird.

Aufgrund der Firmenstruktur, der bestehenden sowie der zukünftigen Kunden hat man sich für das nördliche Waldviertel entschieden. „Der Standort Heidenreichstein ist zwar schon einige Kilometer von unserem Stammsitz in Oberösterreich entfernt, aber die halbwegs gute Verkehrsanbindung und das zuvorkommende und positive Umfeld gleichen das wieder aus“, so die motivierte Jungunternehmerin. „Alles in allem ist das erworbene Betriebsareal wie geschaffen für uns. Mit viel Fleiß, Engagement und Zuversicht werden wir unsere neue Herausforderung annehmen und bewerkstelligen“, meint das ambitionierte Ehepaar.

Bürgermeister Gerhard Kirchmaier (SPÖ) gratuliert dem Duo zum Ja zu Heidenreichstein. „Es ist höchst erfreulich, dass dieses Areal aus dem Dornröschenschlaf erweckt wird und dort neues Leben einzieht. Ich wünsche der Familie Undeßer einen guten Start und viel Erfolg bei ihrem Vorhaben.“

Für die Zukunft hoffen die Unternehmerin und ihr Gatte auf Anfragen aus dem neuen Umfeld sowie zahlreiche Interessenten für ihr „StartUP-Angebot – die Hoftore des ehemaligen „SchneiderBau-Areals“ wurden bereits „eingeölt“ und sollten bald wieder in Bewegung kommen.