Solartaxi kämpft weiter. Säumige Mitglieder, keine Landesförderung und ein Auto mit 170.000 Kilometer am Buckel machen den Fortbestand des Heidenreichsteiner Solartaxis schwer.

Von Franz Dangl. Erstellt am 19. Mai 2019 (04:25)
Franz Dangl
Helga Klutz, Aurelia Flicker und Charlotte Müllner vom Pensionistenverband Heidenreichstein überreichen an Herbert Hörmann, Erich Müllner, Gerhart Böhm und Gerhard Kirchmaier vom Verein Solartaxi im Beisein von Margit Weikartschläger eine Spende von 500 Euro für diese Einrichtung.

So gut und wichtig das Solartaxi für die Gemeinde Heidenreichstein ist, so hart gestaltet sich der „Überlebenskampf“ dieser Einrichtung. Nach dem Wegfall aller Förderungen – nur die Stadtgemeinde Heidenreichstein beteiligt sich mit 10.000 Euro daran – ist es einigen beherzten und engagierten Burgstädtern zu verdanken, dass es dieses Transportmittel doch noch immer gibt.

Das Team um Obmann Herbert Hörmann ist stets bestrebt, Mitglieder zu werben, Spenden zu lukrieren oder Unterstützer zu finden. Bei der Generalversammlung des Vereins „Solartaxi“ konnte nun die Bilanz über 2018 gezogen werden. Der Verein hat am Papier 451 Mitglieder und könnte so über die Mitgliedsbeiträge samt Fahrkosten und Zuwendungen die Gesamtkosten von etwa 60.000 Euro finanzieren. Der Mitgliedsbeitrag von 50 Euro wurde jedoch nur von 309 Personen entrichtet, sodass ein deutliches Minus übrig bleibt. „Wir appellieren immer wieder an säumige Zahler, leider auch oft ohne Erfolg“, so Hörmann.

Er hält fest, dass mit einem Auto und zwei alternierenden Chauffeuren 9.902 Fahrten im Jahr absolviert wurden. Alles in allem ergibt das trotz Spenden und Unterstützungen ein Manko von knapp 10.000 Euro.

Erschwerend dazu kommt, dass das Solartaxi mittlerweile 170.000 Kilometer am Buckel hat und in absehbarer Zeit erneuert werden sollte. Trotzdem sind Vereinsmitglieder und Vorstand optimistisch, dass diese Einrichtung bestehen bleibt und neue Mitglieder gewonnen werden können, auch die abschließende Diskussion ging in diese Richtung.

Dass es für das „einzige öffentliche Verkehrsmittel in Heidenreichstein“ keine Landesförderung gibt, bekrittelte Manfred Stattler heftig. „Wenn man sieht, was in anderen Gegenden alles seitens des Landes gefördert wird, dann ist es nicht einzusehen, dass gerade im ländlichen Gebiet kein Geld dafür da ist“, so der ehemalige Grün-Gemeinderat. Die Neuwahlen des Vorstandes brachten keine großen Veränderungen. Obmann bleibt Herbert Hörmann.