Heidenreichstein

Erstellt am 18. Januar 2017, 06:00

von NÖN Redaktion

Trauer um Hannes Rammel: Tod bei Wanderung. Der langjährige Volksbank-Bankstellenleiter verstarb plötzlich im 70. Lebensjahr.

Hannes Rammel starb bei einer Schneeschuhwanderung.  |  privat

Auf tragische Weise verstarb der Heidenreichsteiner Hannes Rammel am 14. Jänner bei einer Schneeschuhwanderung des Alpenvereins Heidenreichstein in Gries in den Gutensteiner Alpen, die der 69-Jährige als Tourenführer geleitet hatte.

Bei einer kurzen Pause beim Abstieg vom Unterberg-Schutzhaus auf 1.187 Metern sackte Rammel plötzlich zusammen. Die Gruppe begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen und setzte einen Notruf ab. Die Crew des ÖAMTC-Notarzthubschraubers aus Wiener Neustadt musste die sofort eingeleitete medizinische Versorgung aber nach rund 15 Minuten ohne Erfolg abbrechen.

55 Jahre lang war Rammel Mitglied beim Alpenverein, er prägte die Entwicklung des Alpenvereins Waldviertel entscheidend mit. Unzählige Bergtouren in den Ostalpen wurden von ihm organisiert und durchgeführt. Von 1984 bis 1999 war er Obmann, von 1999 bis 2011 Hüttenwart der Nebelsteinhütte, die ihm immer ein großes Anliegen war.

Im Alpenverein Heidenreichstein war er viele Jahre im Vorstand und bis zuletzt als Tourenführer tätig. Sein Tourenprogramm umfasste einfache Wanderungen im Waldviertel und in Tschechien, die traditionelle Frühjahrswanderung am 1. Mai, eine jährliche Seniorenwanderwoche sowie Schneeschuhwanderungen in den Voralpen.

„Rammel hinterlässt im Alpenverein eine große Lücke, die nur schwer auszufüllen sein wird. Wir wünschen ihm auf seiner letzten Tour ein aufrichtiges Berg Heil“, so Erwin Korherr, Obmann des Alpenvereines Heidenreichstein.

Begräbnis findet am 27. Jänner statt

Beruflich war der dreifache Familienvater, der nach der Volksschule und einem Jahr Hauptschule in Heidenreichstein ins Bundesgymnasium Waidhofen wechselte (Matura 1966), seit 1967 bei der Volksbank aktiv. Nach der Einschulung wechselte er 1968 in die damalige Volksbank Heidenreichstein, zu deren Geschäftsleiter er 1981 bestellt wurde. Rammel gelang es, die Bank in Heidenreichstein zu einem stabilen Faktor im Bankwesen auszubauen. Bis 1996 gelang es ihm, die Bilanzsumme der Bank von 563 Mio. auf 1,4 Milliarden Schilling zu erhöhen. Am 1. Juni 2005 trat Rammel in den Ruhestand. Damals erhielt er von der Stadtgemeinde Heidenreichstein die goldene Ehrennadel.

Auch seitens der Jägerschaft ist man vom plötzlichen Tod des jahrzehntelangen Jägers betroffen. „Ich bin erst kürzlich mit Hannes Rammel zusammen gesessen. Sein Tod kam plötzlich, wir werden Hannes als Original nicht vergessen“, betonte Bezirksjägermeister Ernst Strasser. Hannes Rammel fungierte bis zuletzt als Jagdpächter des Waldgutes Heidenreichstein.

Sein Begräbnis findet am 27. Jänner um 14 Uhr in der Stadtpfarrkirche Heidenreichstein statt.