Trauer um Manfred Wurz

Der Kleinpertholzer Unternehmer war eine Fixgröße im Kulturleben der Burgstadt.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 04:32
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Heidenreichstein trauert um Manfred Wurz.
Foto: privat

Nach dem plötzlichen Ableben von Malermeister Rudolf Haslinger muss die Gemeinde Heidenreichstein und deren Wirtschaft einen weiteren Verlust hinnehmen. Der Unternehmer Manfred Wurz aus Kleinpertholz verstarb vergangene Woche im 81. Lebensjahr, er hinterlässt neben seiner Familie auch eine große Zahl an Freunden und Bekannten, die sein Ableben betrauern.

Der achtfache Familienvater zeigte schon in jungen Jahren mit der Gründung einer Tankstelle großes Engagement und Tatkräftigkeit. Nach deren Errichtung Mitte der 1960er Jahre vergrößerte er diese Anlage stetig, installierte eine moderne Waschanlage und war auch stets bei allerlei Serviceleistungen oder Reifenwechseln erste Anlaufstelle für seine Stammkunden. Mit einer angeschlossenen Trafik samt anderen Produkten wurde die Tankstelle auch zum „kleinen Nahversorger“ zwischen Heidenreichstein und Wielandsberg. Jedoch nicht nur beruflich, auch kulturell war Manfred Wurz eine fixe Größe, die großen Bekanntheitsgrad über die Grenzen des Waldviertels hinaus erlangte.

Er, der schon immer ein Faible für Literatur und Lyrik hatte, debütierte 1986 bei der „Laienbühne Hainrichstein“ in dem Stück „Michael Kohlhaas“. Und war von da an sowohl als Darsteller, als auch als Regisseur fixer Bestandteil der Truppe. Bekannt war Wurz, der auch einige Zeit als FPÖ-Gemeinderat in Heidenreichstein tätig war, zudem für seine meisterhaft vorgetragenen Lesungen, die das Publikum stets bestens unterhielten.

Der Begräbnistermin stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.