Heidenreichstein

Update am 14. Januar 2017, 20:56

von Markus Lohninger

Trotz Insolvenz: Es geht weiter bei „Motorfun B30“.

Es geht weiter bei „Motorfun B30“  |  NOEN, Franz Dangl

Einer der innovativsten Betriebe des Gmünder Bezirkes musste am 13. Jänner seine Zahlungsunfähigkeit eingestehen: Die Motorfun B30 GmbH an der Heidenreichsteiner Stadteinfahrt mit Café/Bar/Lounge, Quad-Handel und Kfz-Werkstätte meldete am Landesgericht Krems ein Sanierungsverfahren an.

Geschäftsführer Martin Tauber verweist auf NÖN-Nachfrage an Leopold Kaufmann von der Gmünder Steuer- und Unternehmensberatungs-Kanzlei WWV. Der bewertet die Chancen auf eine Rettung des erst im Jahr 2015 gegründeten Betriebes sehr positiv. „Aber beim Aufbau des Standortes wurden die Investitions-Kosten deutlich überschritten“, sagt Kaufmann: „Geld, das nun für das operative Geschäft zur Verfügung stehen sollte, ging ins Gebäude – und die Bank wollte das Risiko nicht mehr mitgehen.“

Betrieb soll weiter laufen, Belegschaft komplett erhalten bleiben

Der von Kaufmann ausgearbeitete Sanierungsplan, der den Gläubigern am 1. März vorgelegt wird, sieht eine Quote von 20 Prozent vor. Vorläufig bleibt der Betrieb jedenfalls uneingeschränkt geöffnet. Da laut Kaufmann alle Teilbereiche des Unternehmens positiv laufen, wird die – optimierte – Fortführung aller Geschäftsfelder angestrebt. Ziel ist es auch, die 16-köpfige Belegschaft zur Gänze zu halten.

Problem: Gebäude gehört der GmbH gar nicht

Den Außenständen von etwa 1,32 Millionen Euro bei etwa 85 Gläubigern steht Kapital in Höhe von 220.000 Euro gegenüber. Dabei ist der im Zuge des Firmenaufbaus geschaffene Gebäudewert in dieser Rechnung nicht berücksichtigt – das Betriebsgelände gehört der GmbH gar nicht. Es wird nur angemietet.

In nächsten Gmünder NÖN/Kaufzeitung am 18. Jänner, liest du mehr dazu!