Vorfreude auf Masken-Ende bei Petr Stoidl. Kellner Petr Stoidl freut sich auf den 1. Juli. Die Coronakrise hat ihm viel abverlangt.

Von Franz Dangl. Erstellt am 30. Juni 2020 (13:25)
Zu den bekanntesten Gastromitarbeitern im Bezirk zählt Petr Stoidl, der derzeit bei der Schirmbar in Heidenreichstein arbeitet. Er sehnt wie alle Berufskollegen das Ende der Maskenpflicht Anfang Juli herbei.
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Nicht nur für die Gäste, sondern auch für die in der Gastwirtschaft beschäftigten Menschen stellt die Coronakrise eine schwere Einschränkung dar – vor allem für Vollblut-Gastronomen, die stets ihren Beruf mit Liebe und viel Engagement ausüben. Zu diesen Personen zählt Petr Stoidl, den viele „Einkehrwillige“ als sein Herz auf der Zunge tragenden Kellner kennen, der auch in schwierigen Zeiten den Humor und die Schlagfertigkeit nie verlor. Er sehnt wie viele seiner Berufskollegen den 1. Juli mit dem Ende der Maskenpflicht herbei.

Geboren und aufgewachsen in Jindřichův Hradec (Neuhaus), kam er nach seiner Ausbildung schon 1991 nach Österreich und startete im Gasthaus Riedl in Leopoldsdorf seine Berufslaufbahn. Vier Jahre später wechselte er in die Diskothek Ypsilon nach Heidenreichstein, bedient seitdem auch noch die Gäste bei der Schirmbar in der Burgstadt und arbeitet über die Wintersaison im Café-Restaurant Moorbad in Schrems mit.

Ungeliebte Maske hat Shut-Down beendet

„Ich habe in den vergangenen Jahren wirklich viel erlebt, aber so arg wie während dieser Pandemie war es noch nie. Obwohl ich die Maske wirklich nicht gerne trage, so war ich froh, dass wir wieder aufsperren durften. Da nimmt man das halt auch in Kauf“, so der Kellner, der seinen Beruf mit Leib und Seele ausfüllt. Leicht hatte er es vor allem zu Beginn der Corona-Intensivphase wie viele andere tschechische Landsleute nicht: Für seinen Job in Österreich musste Stoidl einige Hürden überwinden. So unterzog er sich einem Coronatest, um einreisen zu dürfen, bei den Grenzübertritten waren Fiebermessungen an der Tagesordnung.

Jetzt freut er sich schon auf das Ende der Maskenpflicht, zumal er bei den Gästen das notwendige Mass an Disziplin durchaus feststellen kann: „Es gab und gibt keinerlei Probleme. Die Besucher sind über die Sicherheitsvorschriften bestens informiert.“ Um keine zweite Welle zu riskieren, sei auch weiterhin große Vorsicht geboten. „Ich werde froh sein, wenn alles vorbei ist und der Schmäh mit den Gästen wie früher rennt.“ Zum perfekten Glück fehlt dann nur mehr besseres Wetter – um den Aufenthalt bei der Schirmbar, die jetzt „Salon Rabachtl“ heißt, genießen zu können.