Nachnutzung von Textilfabrik: Wertschätzende Investoren gesucht

Erstellt am 01. April 2022 | 04:38
Lesezeit: 3 Min
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Bevor David Calas und Barbara Reiberger an die Konzepterstellung zur Fabriksnutzung gehen, soll das Budget stehen.
Foto: Anna Hohenbichler
Umfrage-Teilnehmer bestätigen Eigentümer der Hirschbacher Textilfabrik in ihren Ideen. Nun soll es an die Finanzierung gehen.
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Drei Monate sind vergangen, seitdem die NÖN erstmals über die neuen Pläne rund um die alte Textilfabrik in Hirschbach berichtet hat. Wer im Februar beim Flohmarkt durch die Räume und Gänge gestreift ist, konnte sich ein paar Relikte aus der damaligen Zeit sichern. Und sehen, dass die neuen Eigentümer Barbara Reiberger und David Calas – wenn auch kleine, aber immerhin – Fortschritte bei ihrem Projekt erzielt haben.

Im Winter haben die beiden in Zusammenarbeit mit Lisa Steiner, Raumplanungs-Studentin an der TU Wien, einen Fragebogen ausgegeben. Dessen Ergebnisse sollen eine Grundlage für die Nachnutzung der früheren Fabrik liefern – nun ist die Auswertung da. 120 Personen haben online und analog an der Umfrage teilgenommen. Der mit Abstand wichtigste Aspekt an der Nachnutzung ist den Teilnehmern eine Belebung des Ortszentrums, gefolgt vom Gebäudeerhalt und vielfältigen Nutzungsoptionen. Die Teilnehmer sehen die Fabrik in erster Linie als Ort zum Wohnen, aber auch der Wunsch nach einer Belebung mit Gastronomie und Veranstaltungen oder als Platz zum Arbeiten ist groß. Die „beliebteste“ Nutzungsmöglichkeit wären Wohnungen, insbesondere barrierefreie.

Das kommt auch dem ursprünglichen Gedanken der Besitzer entgegen – nämlich die Fabrik als Wohn-, Arbeits- und Kulturraum zugänglich zu machen. „Die Umfrage hat unsere Pläne bestätigt“, sagt Barbara Reiberger. Bevor es tatsächlich an die Konzepterstellung geht, muss die Finanzierung stehen. Deshalb machen sich die beiden nun auf Investorensuche. „Es sollte jemand sein, der eine ähnliche Wertschätzung für das Gebäude hat wie wir“, sagt sie.

Ausstellung: Aktive Zukunft für das textile Erbe

Es steht also noch viel Arbeit an. Aber: Das versprochene „Kennenlernen“ hat es mit dem Flohmarkt schon mal gegeben. Die nächste Gelegenheit wird es am 21. Mai zwischen 10 und 18 Uhr geben. Barbara Reiberger und David Calas laden dann nämlich zur Ausstellung „Textiles Erbe – aktive Zukunft“. Sie widmet sich Gebäuden entlang der Waldviertler Textilstraße. Durch Modelle, Zeichnungen und Fotos wird dokumentiert, was von dem Erbe noch übrig ist, wie diese Gebäude belebt und vor dem Verfall gerettet werden könnten.

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