Diversion: 20 Stunden Arbeit für Covid-Kellner. Diversion vor Gericht nach folgenschwerer Hochzeit im September - die etwa 60 Covid-Infektionen nach sich zog: Jugendlicher, der Symptome und Teilnahme an Feier verschwiegen hatte, muss gemeinnützige Arbeit verrichten.

Von Red. Gmünd. Erstellt am 13. April 2021 (07:01)
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Anzeigen hatte Gmünds Bezirkshauptmann Stefan Grusch infolge des Schremser „Hochzeitsclusters“ im September angekündigt, weil Teilnehmer die Behörde beim Contact Tracing bewusst in die Irre geführt hatten (wir hatten berichtet, siehe unten bzw. ganz unten).

Vor Gericht kam es nun laut ORF-NÖ in Krems zu einer ersten Diversion: Ein Jugendlicher, der trotz Covid-Symptomen gekellnert hatte, muss demnach innerhalb eines halben Jahres 20 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten.

Zur Last wurden ihm laut ORF von der Staatsanwaltschaft Krems Falschangaben bei der Kontaktverfolgung gelegt – er habe die Hochzeit mit mehreren hundert Gästen nach seinem Positivtest verschwiegen und die Teilnahme gegenüber dem Amtsarzt selbst da noch dementiert, als die Feier an sich schon der Bezirkshauptmannschaft bekannt war.

Ermittelt sei angesichts schon corona-typischer Symptome bei der Feier auch wegen „vorsätzlicher Gefährdung anderer durch übertragbare Krankheiten" worden. Das am Montag ausgesprochene Urteil ist laut ORF noch nicht rechtskräftig.

Die Hochzeit hatte den mit etwa 60 Infektionen bislang größten Coronacluster im Gmünder Bezirk ausgelöst, in der Folge war auch der erste Covid-Tote des Bezirkes registriert worden. Ob es zu weiteren Anklagen kommt, das ist laut ORF noch offen.