Neuer Nahversorger: „Krämerei“ in früherem Atelier. Rudolf Macho schließt sein Geschäft – und Bernd Mayer und Sabrina Fischer die Nahversorger-Lücke.

Von Karin Pollak. Erstellt am 04. April 2021 (04:28)
Bernd Mayer und Sabrina Fischer werden voraussichtlich am 28. April ihr neues Nahversorger-Geschäft „Die Krämerei“ in Hoheneich eröffnen. Im Bild mit ihren Kindern Felix (7 Jahre) und Maximilian (1 Jahr).
Karl Tröstl, Karl Tröstl

Hoheneich bekommt einen neuen Nahversorger: Bernd Mayer und seine Lebensgefährtin Sabrina Fischer werden „Die Krämerei“ voraussichtlich am 28. April in der „Alten Post“ öffnen.

Rudolf Macho schließt nach Ostern sein Geschäft.
Archiv, Archiv

Nachdem der langjährige Nahversorger Rudolf Macho in Pension geht und sein Geschäft samt Vinothek wie berichtet schließt, gab es die Befürchtung, dass Hoheneich ohne Nahversorger dastehen könnte. Diese Sorge können nun die Gemeindeführung und auch die Hohen eicher ad acta legen.

Umbau abgeschlossen. Im ehemaligen Atelier von Herbert Forster sind die Umbauarbeiten für die Krämerei bereits abgeschlossen. „Wir sind gerade dabei, das Sortiment festzulegen und auch regionale Produzenten, die uns beliefern wollen, zu suchen“, erklärt der neue Nahversorger Bernd Mayer. Die Idee zum neuen Shop kam von seiner Lebensgefährtin Sabrina Fischer, die Mayer auch tatkräftig im Geschäft unterstützen will.

Der gelernte Hotelkaufmann, der einige Jahre als Küchenchef in der gehobenen Gastronomie gearbeitet hat und dabei auf Kreuzfahrtschiffen rund um die Welt kam sowie in bekannten Häusern von Wien bis Salzburg Erfahrungen sammeln konnte, hat sich für seine Krämerei einiges vorgenommen.

Chef kocht auch auf. Zum einen wird er Postpartner und Trafikant, zum anderen will er neben den Gütern des täglichen Bedarfes auch Menüs anbieten. „Diese koche ich selber“, erklärt Mayer. Anbieten will er von Montag bis Freitag immer ein Menü auf Vorbestellung und Abholung sowie auch Caterings. „Ich hoffe, dass das neue Geschäft, die Menüs und auch das Catering gut angenommen werden. Wir sind für den Start auf jeden Fall gerüstet“, betont der 31-jährige Hoheneicher, der sich über die Unterstützung der Gemeinde Hoheneich besonders freut (siehe Beitrag links).

„Leere Regale tun weh.“ Für Rudolf Macho sind indes die letzten Tage als Kaufmann gezählt. Das „Rudi‘s Käseeck“ schließt er nach Ostern endgültig. „Mit der bevorstehenden Pensionierung habe ich kein Problem, aber die fast leeren Regale im Geschäft tun weh“, sagt Macho. Für den Ruhestand hat er bereits eine Aufgabe gefunden: „In unserem Haus in der Horner Straße in Schrems wird meine Gattin Eva eine Vinothek eröffnen. Dabei werde ich sie unterstützen“, sagt der ausgebildete Sommelier.