Sanierung der Kläranlage: Erfindung senkt Kosten. Kläranlagendach braucht durch neues Verfahren nicht abmontiert werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. August 2020 (05:41)
Bei der Kläranlage von Hoheneich musste der vierte Tauchtropfkörper saniert werden. Dafür entwickelte Gemeinderat Robert Bauer (links) ein System, das ohne den Abbau des Daches samt Photovoltaikanlage auskommt. Im Bildmit Dietmar Haider, Markus Müllner und Bürgermeister Christian Grümeyer.
Gemeinde Hoheneich

Die Kläranlage von Hoheneich muss saniert werden. Dafür wendet die Gemeinde rund 18.000 Euro auf.

„Einer der vier für die Hauptreinigung verantwortlichen Tauchtropfkörper in der Kläranlage Hoheneich musste nach 29 Jahren Laufzeit mit neuen Lagern, Antriebsritzel und einem neuen Kunststoffrad saniert werden“, erklärt VP-Bürgermeister Christian Grümeyer.

Die Lager für den ersten Tauchtropfkörper wurden 2014 gewechselt. Diese Arbeiten verursachten einen enormen Aufwand und hohe Kosten, da der Kran und das Dach samt Photovoltaikkollektoren dafür noch abgebaut werden mussten.

Bei den Sanierungsarbeiten beim zweiten Tauchtropfkörper vor drei Jahren war das alles nicht mehr nötig. VP-Gemeinderat Robert Bauer, der bei der Firma Stahlbauer arbeitet, entwickelte nämlich eine Spezialvorrichtung, mit der auch hinkünftig weder ein Dach- noch Kranabbau nötig sein werden. Nun stand die Sanierung des dritten Tauchtropfkörpers an. Der beinahe 20 Tonnen schwere Tauchkörper konnte auch dieses Mal mithilfe der Spezialvorrichtung angehoben und teilsaniert werden.

Bürgermeister Christian Grümeyer betont: „Unsere Kläranlage funktioniert derzeit wieder mit allen vier Tauchtropfkörpern. Die Überprüfungswerte entsprechen jedes Jahr den gesetzlichen Vorgaben. Allerdings stehen in nächster Zeit weitere kostenintensive Sanierungsmaßnahmen an. Diese Schäden sind bei der jetzigen Reparatur sichtbar geworden und müssen ausgebessert werden, damit die Anlage wieder zukunftsfit ist.“

Grümeyer dankt bei einer Besichtigung der sanierten Kläranlage auch den Mitarbeitern vom Bauhof und Projektleiter und Gemeinderat Robert Bauer für die geleistete Arbeit.