Smetacek schließt Bäckerei. Bäckerei Smetacek schloss die Tore im Hoheneicher Stammbetrieb nach vier Generationen. Nur Café „Alt Wien“ in Heidenreichstein bleibt offen.

Von Franz Dangl. Erstellt am 25. Januar 2018 (04:47)
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Franz Dangl

Ein wichtiger Nahversorger für die Marktgemeinde Hoheneich ist nicht mehr: Nachdem die Geschäftsstelle Echsenbach der Bäckerei Smetacek bereits mit 22. November ihre Pforten geschlossen hatte, kam zum Beginn dieser Woche etwas überraschend auch das „Aus“ für den Stammbetrieb in Hoheneich.

Die Bäckerei Smetacek diente über vier Generationen hinweg als wichtiger Nahversorger für Hoheneich, öffnete dazu Filialen in Echsenbach und Heidenreichstein und war jahrelang auch Hauszusteller in der Umgebung. Neben dem Pflegeheim Schrems wurden einst auch zahlreiche Pilz-Filialen und das Krankenhaus Gmünd beliefert.

Seit 22. Jänner ist das Geschäftslokal der Bäckerei Smetacek in Hoheneich geschlossen.
Franz Dangl

Ausschlaggebend für die aktuellen Einschnitte waren laut Maria Smetacek die Erkrankung des engagierten Bäckergesellen und kein Erfolg bei der Nachfolgersuche – gemeinsam mit steigenden Betriebsaufwendungen samt den Lohnkosten für neun Angestellte bei sinkender Kundenfrequenz. Zudem hat Chefin Smetacek mit andauernden Rückenschmerzen zu kämpfen und sieht kein Ende der anfallenden Probleme. „Ich wollte wirklich weiterkämpfen, aber die Gesundheit hat schließlich Vorrang und die Zahl der Arbeitsstunden wird immer mehr.“

Daher entschloss sie sich, in Hinkunft etwas leiser zu treten und mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“ nur mehr den Betrieb des Café „Alt Wien“ in Heidenreichstein aufrecht zu erhalten. Hier werden den Kunden sämtliche liebgewonnene Leistungen weiterhin geboten. Als Gebäck- und Mehlspeisenlieferant wird hier die Bäckerei Betz aus Schrems fungieren, sodass das übliche Sortiment ohne Unterbrechung zur Verfügung stehen wird.

„Es tut mir selber in der Seele weh, dass ich Hoheneich und Echsenbach schließen musste. Es ist mir ein Herzenswunsch, mich bei allen treuen Kunden und Wegbegleitern zu bedanken – ich würde mich darüber freuen, wenn sie mich in Heidenreichstein mal besuchen und zu einem kleinen Kaffee-Plausch vorbeikommen würden.“