Ministerin Tanner besichtigte Führungssimulator. Angekündigt war der Besuch von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in der Kuenringerkaserne Weitra schon öfter. Am 18. Mai war es soweit: Klaudia Tanner begab sich in den von Brigadier Christian Habersatter als „“Turnsaal“ bezeichneten Führungssimulator und nahm an einer Übung teil, bei der derzeit 150 Soldaten die Abläufe und Maßnahmen im Krisenfall trainieren.

Von Karin Pollak. Erstellt am 18. Mai 2021 (17:30)

Angenommen wurden Angriffe in einem eingegrenzten Gebiet, das sich auf die Bezirke Gmünd, Waidhofen und Zwettl erstreckt, und die aus dem Ausland gesteuert werden.
Am Führungssimulator waren dazu rund 600 virtuelle Soldaten, denen 20 verschiedene Waffengattungen zur Verfügung standen, im Einsatz, um die Bevölkerung und die Objekte zu schützen. „Wir üben Dinge, auf die sich die Landesverteidigung einstellen muss. Es geht vorrangig um den Schutz von Leben. Und diese komplexen Aufgaben können nur die Brigaden des Bundesheeres bewerkstelligen“, meinte Habersatter.

Die Ministerin wurde gleich in diese virtuelle Welt des Führungssimulators eingebunden. Via Virtual Reality-Brille „flog“ sie über den Truppenübungsplatz Hochfilzen. „Wir haben uns Jahrhunderte lang an Karten orientiert. Die virtuelle Realität sind heute Impressionen in verschiedenen Modulen“, erklärte Habersatter.

„Ihren“ Soldaten stand die Ministerin weiterhin um nichts nach. Trotz eines heftigen Regenschütters unternahm sie eine Fahrt mit einem Pandur-Panzer über den Gefechtsübungsplatz Galgenberg und ließ sich von Georg Pilz vom Jägerbataillon 17 aus Straß in der Steiermark den mobilen Gefechtsstand erklären.

Patschnass kam  Klaudia Tanner dann  ins „Herzstück“ des Führungssimulators, die Computerzentrale. „Wir arbeiten mit besonders gesichertem Datenmaterial die Übungen aus, verfolgen die Umsetzung und zeigen auch Fehler auf“, erklärte der Kommandant der Kuenringerkaserne Weitra, Reinhard Bachner. Aus dem Brigadegefechtsstand in Mautern war auch Oberst Leopold Schieder zugeschaltet und dieser gab das erfolgreiche Ende der Übung bekannt. „Die Angreifer sind festgenommen worden.“

„Das virtuelle Üben ermöglicht eine realitätsnahe Darstellung und Abhandlung von Einsatzszenarien. Unsere Soldatinnen und Soldaten sind für Krisensituationen exzellent ausgebildet. Die Vorbereitung auf unterschiedlichste Einsätze ist ein essenzieller Bestandteil zum Schutz der österreichischen Bevölkerung“, meinte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner nach diesem umfassenden Überblick.

Mit einem „Danke für diese interessanten Einblicke“ beendete Ministerin Tanner ihren Weitra-Besuch, an dem unter anderem Bezirkshauptmann Stefan Grusch, die Abgeordneten Margit Göll, Martina Diesner-Wais, Lukas Brandweiner, Friedrich Ofenauer, Reinhard Eugen Bösch und  Robert Laimer sowie Bürgermeister Patrick Layr teilgenommen haben.