Spitäler: Großteil der Tschechen würde bleiben. Der befürchtete Engpass an Gesundheitspersonal im Waldviertel blieb trotz des De-Facto-Schließens der Grenzen zwischen Tschechien und Österreich mit 26. März aus.

Von Martina Hofer. Erstellt am 27. März 2020 (10:48)
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Am Abend des 25. März konnte mit dem tschechischen Innenministerium eine Ausnahmebestimmung für das Gesundheitspersonal vereinbart werden, wonach Ärzte und Pfleger weiterhin täglich die Grenze überschreiten dürfen. Selbst für ein Ende dieser Ausnahme hat die Landeskliniken-Holding bereits Vorkehrungen getroffen.

„Dies bedeutet auch, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine Auswirkungen auf die Personalkapazitäten in den Landes- und Universitätskliniken haben wird“, sagt Bernhard Jany von der Landeskliniken Holding im Gespräch mit NÖN. Dennoch sei man auf Nummer sicher gegangen, so Sprecher Jany: „Sollte diese Ausnahmeregelung widerrufen werden, gibt es Vorbereitungen, um das medizinische Personal vor Ort halten zu können.“

Für Mitarbeiter, die in einem solchen Fall weiter ihrer Tätigkeit nachgehen wollen, werden etwa Dienstwohnungen für den benötigten Zeitraum zur Verfügung gestellt. „Wir wissen bereits, dass ein Großteil an ärztlichen als auch an Pflegemitarbeitern sich bereit erklärt, im Bedarfsfall in Österreich zu bleiben“, so Jany.

In den Landeskliniken Allentsteig, Gmünd, Horn, Waidhofen und Zwettl sind derzeit laut Holding 44 tschechische Mitarbeiter beschäftigt, fünf davon haben Wohnsitze in Österreich, zwei sind in Karenz. Spitzenreiter ist das Klinikum Horn mit 21 tschechischen Beschäftigten.