„Tun Sie was, sonst sitzen Sie!“. Hund biss zum vierten Mal, Halterin (24) mit weiteren Vorstrafen – Bewährungsstrafe erhöht.

Von Karin Pollak. Erstellt am 19. November 2019 (16:28)
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Nach vier Bissen ihres Hundes, einer noch nicht bezahlten Strafe und einer weiteren Vorstrafe nach dem Suchtmittelgesetz hatte der Richter bei der Verhandlung am 18. November im Gmünder Bezirksgericht nur einen Rat für eine 24-Jährige, die als Kellnerin in Tulln arbeitet: „Tun Sie was, sonst sitzen Sie!“

Diesmal hat ihr Schäfer-Mischling am 12. Juni vor einer Gmünder Pizzeria einen Mann gebissen, der im nahe gelegenen Krankenhaus die blutende Wunde untersuchen ließ. „Ja, ich habe dem Hund den Beißkorb runtergegeben, weil er trinken wollte. Da hat er den Mann gebissen“, so die Angeklagte. Das Bissopfer (21) bestätigte das, forderte aber kein Schmerzensgeld.

„Nur sieben Tage nach der letzten Verurteilung wegen der Verletzung der Aufsichtspflicht beißt ihr Hund schon wieder. Die damalige Bewährungsstrafe wird jetzt auf vier Monate mit fünf Jahren Probezeit ausgeweitet. Wenn das nochmals passiert, sitzen Sie“, betonte der Richter. Das geschehe auch, wenn die Hundehalterin nicht binnen einem Monat die offenen 480 Euro Strafe, zu denen sie nach einem Verkehrsunfall verurteilt worden ist, bezahlt.