Im Waldviertel "geht bald die Post ab". Die angekündigten Schließungen der Postämter in Schrems, Weitra und Eggenburg erreichen Wien: Der SP-Nationalratsabgeordnete und stellvertretende Gewerkschaftsbund-Landesvorsitzende Rudolf Silvan will das Thema per „parlamentarischer Anfrage“ in den Nationalrat bringen.

Von Red. Gmünd. Erstellt am 13. Februar 2020 (21:00)
Gewerkschafter und SP-Parlamentarier Rudolf Silvan
privat

„Es stehen viele Fragen im Raum“, sagt er via Aussendung. Er erwarte Antworten auf Fragen wie diese: „Warum werden diese Postämter geschlossen? Was wurde getan um die Schließungen abzuwenden? Wie sieht die zukünftige postalische Versorgung in den betroffenen Gebieten aus? Wird es danach ein Minderangebot an postalischen Leistungen geben?“

Die ÖVP spreche immer von der Stärkung des ländlichen Raumes, dabei werde mit den geplanten Schließungen – die Post war durch die Privatisierug im Jahr 2005 unter VP-FP den Kräften der Marktwirtschaft unterworfen worden – mit dem Waldviertel „eine weitere lebenswerte Region ausgedünnt“. Vielmehr müsse aber Geld in die Hand genommen werden, um die Region „nachhaltig auszubauen und wirtschaftlich zu stärken“, denkt er an die Franz-Josefs-Bahn oder das Breitband-Internet.

Die drei Waldviertler Postämter wurden durch die Post AG wie berichtet mit Ende Jänner bei der Regulierungsbehörde zur Schließung „eingemeldet“. Diese hat drei Monate Zeit, um die Pläne zu prüfen - die Beteiligten rechnen nicht damit, dass die Behörde Einwände bringen wird. Ziel der Post ist es wie berichtet, an den Standorten Postpartner zu finden.