Gmünder Feuerwehr-Jugend beeindruckte mit Wissen. 73 eifrige Jungfloriani aus dem Gmünder Bezirk bei Wettbewerben. Im Norden zeichnet sich erste Feuerwehr-Jugend ab.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 29. März 2019 (06:14)
Anna Hohenbichler
Die erfolgreichen Jungfloriani beim Wissenstest des Gmünder Bezirkes mit ihren Betreuern, Feuerwehr-Vertretern um Bezirksfeuerwehrkommandant Erich Dangl, dem ortsansässigen Waldensteiner Bürgermeister Alois Strondl und politischen Vertretern der umliegenden Gemeinden. 

Nachwuchsförderung und Jugendarbeit – zwei Schlagwörter, die auch für Feuerwehren von hoher Bedeutung sind. Um eben jenen Nachwuchs bestens auszubilden, wird einmal im Jahr zum Wissenstest-Spiel (Zehn- und Elfjährige) bzw. Wissenstest (ab zwölf Jahren) gerufen. Der wird auf Bezirksebene ausgetragen, am vorigen Wochenende ging es dazu nach Albrechts.

Im Stationsbetrieb wurden mehrere Bereiche abgeprüft, darunter Dienstgrade, richtiges Verhalten im Brandfall und Ausrüstungsgegenstände. Insgesamt nahmen 73 Jungfloriani teil, für die es Ehrungen von Bezirkskommandant Erich Dangl gab. Die Hoheneicher Wehr erhielt ob ihrer 25 Jahre bestehenden Jugend eine Auszeichnung.

Bezirkssachbearbeiter Christian Traschl hebt im NÖN-Gespräch die Jugendarbeit hervor, bedauert aber, dass diese im Bezirk nicht flächendeckend sei: „Im Abschnitt Litschau haben wir etwa gar keine Feuerwehrjugend.“ Die Heidenreichsteiner Wehr plane immerhin die Gründung einer FF-Jugend.

Laut Traschl sind die Kinder mitunter sehr motiviert, möchten die Arbeit kennenlernen. Doch: „Manche Wehren wollen von sich aus keine Feuerwehrjugend gründen.“ Das sei schade, weil viele Kinder als 15-Jährige in die aktive Mitgliedschaft einer Wehr übergehen. „Die Feuerwehrjugend leistet dabei einen wesentlichen Beitrag. Junge Leute können die Arbeit und die Kollegen kennenlernen“, zeigt Andreas Walenta, Sachbearbeiter der Feuerwehrjugend im Abschnitt Schrems, auf. Er erklärt, dass die Jugendförderung kontinuierlicher Arbeit bedarf - etwa zur Vorbereitung auf Bewerbe.

Traschl: „Oft ist das ein Dominoeffekt“

Obwohl sich geburtenschwache Jahrgänge auch in der Feuerwehr niederschlagen, zeigen Kinder aktuell viel Interesse. „Oft ist das ein Dominoeffekt. Kinder, die beitreten, bringen Geschwister oder Freunde mit“, freut sich Traschl.

Was erwartet Jungfloriani bei der Feuerwehr? Die Ausbildung geht in unterschiedliche Richtungen: Löschgeräte, hydraulische Rettungsgeräte und Erste Hilfe stehen am Programm. Die Ausbildung selbst ist kostenlos. Für Kinder und Jugendliche werden unterschiedliche Bewerbe angeboten, bei denen Abzeichen errungen werden können.

Beim Gastgeber Albrechts wurde die Feuerwehrjugend Ende 2017, zum 90-jährigen Bestehen, gegründet – davor hatte man mit der Hoheneicher Wehr zusammengearbeitet. Das Interesse der Kinder hatte das jetzige Kommando zu dem Schritt veranlasst. Außerdem gab es Mitglieder, die die Nachwuchsbetreuung übernehmen konnten.

Daniel Müllner, Kommandant der Feuerwehr Albrechts, betont: „Wir freuen uns, dass wir eineinhalb Jahre nach der Gründung Austragungsort dieser Veranstaltung sein durften.“ Besonderen Dank sprach er dem hiesigen Jugendbetreuer-Team um Benjamin Thor, Anja Pregesbauer und Florian Kocaget aus.