Coronavirus: Der Anteil Junger steigt im Bezirk Gmünd. „7-Tages-Inzidenz“ halbiert: Rechtzeitig vor Lockdown-Ende lichten sich Covid-Zahlen im Bezirk Gmünd. Weniger betagte Infizierte nach Impfungen.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 28. April 2021 (03:12)
Bezirkshauptmann Stefan Grusch: Anteil Junger an Infektionen steigt.
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Rechtzeitig zum Inkrafttreten der angekündigten Lockerungen ist der Gmünder Bezirk in Sachen Coronavirus im positiven Sinn auf der Überholspur: Das bundesweite Spitzenfeld hinsichtlich der für 100.000 Einwohner hochgerechneten „7-Tages-Inzidenz“ wurde bereits verlassen, zum Wochenbeginn hin rutschte Gmünd sogar deutlich unter den bundes- und auch landesweiten Durchschnitt.

So registrierte die Gesundheitsbehörde laut Bezirkshauptmann Stefan Grusch zuletzt an mehreren Tagen nur noch einzelne Neuinfektionen, unterbrochen jedoch von 13 Positivtests am 22. April. Die Zahl der aktiv Infizierten rutschte aber immerhin erstmals seit Ausdehnung der Quarantäne auf 14 Tage tief in den zweistelligen Bereich bis auf 68 per 26. April, die 7-Tages-Inzidenz halbierte sich binnen sieben Tagen bis Wochenbeginn auf 101 (NÖ: 120; Ö: 175).

„Merkt, dass die Impfungen greifen.“ Clusterbildungen sieht Bezirkshauptmann Grusch seit Tagen keine mehr, die 13 Fälle am vorigen Donnerstag entfielen auf zwölf Ortschaften. Was aus seiner Sicht auffällt?

„Man merkt, dass die Impfungen greifen“, sagt Grusch. Der Anteil der älteren Generation an den Infizierten gehe kräftig zurück: So entfielen am vorigen Donnerstag sechs der 13 Neuinfektionen auf in den 1980er bzw. 1990er Jahren geborene Mitbürger, zwei weitere Infektionen betrafen nach 2000 Geborene. Das spiegle sich in Spitalszahlen wider. Über Covid-Probleme nach erfolgter Zweitimpfung ist, so Grusch, bislang im Bezirk noch nichts bekannt.