Kindsein in der Pandemie: Digitaler Fluch und Segen. Auch die Jüngsten leiden unter den geringeren sozialen Kontakten. Digitale Medien können Fluch und Segen sein.

Von Anna Hohenbichler. Erstellt am 21. November 2020 (05:51)
Thomas Graf leitet das Kidsnest mit Sitz in Gmünd.
Archiv/Füxl

In den vergangenen Monaten war auch der Alltag von Kindern in verschiedenen Lebensbereichen beeinträchtigt. „Wir haben gesehen, dass Kinder in der Situation sehr unsicher waren. Dinge, auf die sie sich verlassen können, fallen weg. Das erzeugt natürlich Ängste“, sagt Thomas Graf, Leiter des Kinderschutzzentrums Kidsnest.

Wenn bei Kindern der soziale Kontakt wegfällt, sei das eine Situation, unter der sie sehr leiden können – gerade dann, wenn ein sicheres Elternhaus nicht gewährleistet ist, sagt er: „Wir beobachten zum Teil, dass die Gefahr bei Kindern groß ist, in soziale Medien ‚reinzukippen‘. Aber wir beobachten auch das Gegenteil, nämlich dass Kinder digitale Möglichkeiten in positiver Hinsicht nutzen.“ Auch für Eltern sei die Situation keine einfache: „Vielleicht braucht es dann einfach Unterstützung.“