"Bruckmühle" wird wieder Ökostrom erzeugen. Gemeinderat geschlossen für Reaktivierung des Lainsitz-Wasserkraftwerkes.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 26. März 2019 (22:11)
M. Lohninger
Seltenes Schauspiel: Die Lainsitzbrücke für die Litschauer Straße führt oberhalb der Felsenwehr derzeit nur über ein minimales Bächlein. – Ein Bruch des Wasserleitungs-Rohres im Flussbecken nahe der Bodenstorfer Mühle (links) muss saniert werden.

Wegweisendes um die Zukunft der 2017 von der Stadt gekauften Bodenstorfer- bzw. „Bruckmühle“ am Eck Litschauer Straße/Mühlgasse: Der Gemeinderat beschloss die Revitalisierung des Wasserkraftwerkes im Haus, das eine Wehranlage mit der letzten von einst fünf Mühlen Gmünds verbindet.

Ziel ist der Einbau einer neuen Turbine, dank der die Lainsitz 460.000 Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr erkurbeln soll. Laut dem für das Projekt verantwortlichen Stadtrat Alexander Berger (ÖVP) ist für die Turbine samt Planung und Statik mit Kosten von 321.000 Euro zu rechnen (etwa ein Drittel werde gefördert). Dazu kommen unter anderem Kosten für die vorgegebene Fischwanderhilfe (220.000 Euro) und Betriebskosten. Für immerhin 80 Prozent des erzeugten Stroms steht mit dem Pumpwerk des Abwasserverbandes ein Großabnehmer in guter Nähe, der die Investition laut Berger bei einer Lebensdauer von 20 Jahren in etwa 15 Jahren decken würde. Der nicht verbrauchte Strom könne ins EVN-Netz fließen. Das konkrete Prozedere soll nach dem Bekenntnis zur Revitalisierung noch geklärt werden.

 "Auch kulturell wertvoll"

 Berger dankte allen Beteiligten für das Ergreifen einer „ökologisch sinnvollen, einmaligen Möglichkeit“. Zustimmung kam von SP-Stadtrat Thomas Miksch: Das „ökonomisch und ökologisch interessante Projekt“ sei durch die Revitalisierung des Hauses auch kulturell wertvoll.

Die Idee des Mühlenmuseums bleibt vorerst noch eine Vision.