Sonnenstrom: Neues PV-Projekt für Hausbesitzer. Beraten & fördern: Kleinregions-Verein will im Großraum Gmünd-Schrems die Installierung so vieler Sonnenkraftwerke wie möglich auslösen.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 08. Mai 2021 (05:30)
Kleinregions-Obmann Christian Dogl: „Eine Art Klimagutschein.“
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Die Kleinregion Waldviertler StadtLand um den Raum Gmünd-Schrems startet eine neue Initiative zum Klima- und Umweltschutz: „Wir wollen dazu beitragen, dass auf den Dächern der Wohnhäuser so viele Photovoltaik-Anlagen wie möglich errichtet werden“, gibt Obmann Christian Dogl die neue Marschroute aus.

Ziel: Der Bevölkerung Fragen und Teile der Kosten abnehmen. Ziel ist es, am Sonnenstrom-Thema interessierte Hausbesitzer direkt zu unterstützen – durch Beratung genauso wie durch finanzielle Entlastung bei der Anschaffung handelsüblicher 5-kW-Peak-Anlagen. Ein „höherer fünfstelliger Betrag“ steht aus dem Budget der Kleinregion für die Förderungs-Aktion, die Dogl als „Art Klimagutschein“ verstanden wissen möchte, bereit.

„Wir glauben, dass bei vielen die Bereitschaft zur Investition gegeben wäre, sie aber durch Fragen zu Förderungen oder Planung gehandicapt sind“, sagt Dogl. Daher sollen die Anfragen gesammelt und gemeinsam an einen Planer übermittelt werden, der auch administrative Aufgaben abnimmt und die Förder-Optionen ausschöpft. Auch der Einkauf soll zentral abgewickelt werden, kündigt Dogl an: „Dank eines größeren Projektes können wir mit günstigeren Preisen rechnen.“

Jetzt schon sind Hausbesitzer aufgerufen, ihr Interesse am jeweiligen Gemeindeamt zu bekunden, bis zum Sommerbeginn soll das Projekt in die Umsetzungsphase gelangen.

Beim „Aufspringen auf die Klimaschiene“ sieht der Obmann das Sonnenstrom-Projekt im Verbund mit zwei weiteren Schwerpunkten: dem erfolgreichen „Waldviertel eingekocht“ mit Workshops und Saftpresstagen, das derzeit wegen Covid-19 ruht, und dem Projekt „Radbasisnetz“. Letzteres soll dank guter Förderschiene für die Gemeinden leistbare Verbesserungen hinsichtlich Alltagsradeln bringen. Wie berichtet läuft die Planungsphase, die Umsetzung soll 2022 starten.

Was es in seiner eigenen Gemeinde – Obmann Dogl ist Vizebürgermeister in Waldenstein – braucht? „Klar, wir möchten eine Radweg-Verbindung für Groß Neusiedl-Gmünd. Das ist für Schule, Job, Einkauf und Freizeit unsere Haupt-Destination.“