An zwei Fronten gefordert. Zur unweigerlich kommenden Führungsfrage in Schrems.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 21. Juli 2021 (04:12)

In den Detailfragen gibt es noch Differenzen zwischen dem, was aus dem SPÖ-Umfeld dringt, und dem, was offiziell bestätigt wird. Dass die Tage Karl Harrers als Schremser Stadtchef gezählt sind, scheint aber fix zu sein. Damit rückt unweigerlich auch die Nachfolger-Suche in den Fokus. Klar ist: Die Aufgabe in einer der letzten „roten“ Hochburgen des Waldviertels wird alles andere als einfach. Zuletzt brach bei zwei Wahlen in fünf Jahren über ein Viertel der Gemeinderats-Sitze weg. Die Opposition wittert Morgenluft, wird geduldig auf Angriffsflächen & Selbstfaller warten. Der Neue wird ihr mehr als den kleinen Finger reichen und doch auf der Hut sein müssen, dass sie nicht die ganze Hand nimmt.

Die größte Herausforderung liegt aber in der SPÖ selbst: Die Genossen sollten alles tun, um sich nicht noch einmal in internen Matches aufzureiben – sondern rasch einen für alle gangbaren, gemeinsamen Weg zu finden. Harrer hätte es weit gemütlicher haben können, wäre das schon früher gelungen.