Bauern nicht alleine lassen. Über die Folgen des Klimawandels in Zeiten des Bauernsterbens

Von Markus Lohninger. Erstellt am 23. Oktober 2019 (05:00)

Das Bewusstsein für die Naturlandschaft um uns herum steigt. Plötzlich schießen Bienenhotels aus den Böden, werden Nützlingswiesen angelegt, Energiethemen (zumindest einigermaßen) ernsthaft diskutiert – und Bauern zu TV-Quotenbringern.

Im Alltag hilft ihnen das alles wenig, so sie nicht übers TV die Liebe fürs Leben finden. Schon zwischen 2000 und 2015 gingen dem Gmünder Bezirk ein Viertel der Landwirte verloren. Klimawandel und Käferplage waren da auch dank der Höhenlage noch kein Tagesthema. Die Abwärtsspirale war aber schon im Laufen, und inzwischen rollen die Folgen des Klimawandels schier unaufhaltsam auf uns zu.

Das wird nicht nur Bauern wehtun, sondern uns allen als Nutznießer der bäuerlichen Kulturlandschaften. Viele Bauern werden ihre Arbeit neu denken, Betriebe auf neue Beine stellen, neue Wege gehen müssen. In diesem Prozess dürfen sie nicht auf sich alleine gestellt sein: Sie werden professionelle, unbürokratische Begleitung brauchen. Die Basis dafür sollte rasch gelegt werden.