Das Ergebnis gibt zu denken. Markus Lohninger über Zentralisierungs- Schritte, die nicht immer nur schlecht sind

Von Markus Lohninger. Erstellt am 01. August 2018 (02:48)

Der Abbau am Bankensektor war der große Sommer-Aufreger des Vorjahres im Gmünder Bezirk. Vor allem die Bank Austria machte sich Feinde, weil sie fast über Nacht vier Standorte in Stadtzentren schloss und einen gemeinsamen neuen Standort abseits direkter Wohngebiete errichtete. Viel wurde diskutiert, viel wurde gejammert, viel wurde gedroht. Auch geklagt wurde. Und dann? Dann blieb die Bank Austria praktisch auf allen Ebenen als Siegerin über.

Sie hat jetzt eine moderne neue Zentrale anstelle vierer unter Spardruck dahin lavierender Filialen, hat die gebündelten Kompetenzen der Mitarbeiter an einem Ort vereint, hat sich Sorgen über Barrierefreiheit oder Parkplatzmangel entledigt. Sogar die Zahl der abgewanderten Kunden wurde wieder wettgemacht und liegt heute nach Firmenangaben um mehr als 150 über dem Wert des Vorjahres. Das muss in Zeiten rückläufiger Einwohnerzahlen und eines Kundenstroms hin zu Gratis-Internetbanken erst einmal erreicht werden.

Bei aller Skepsis, die der gelernte Waldviertler dank jahrzehntelanger Erfahrung gegen Zentralisierungs-Ideen hegt: Es lohnt wohl, auch Chancen und neue Optionen ins Auge zu fassen, die sich dadurch ergeben.

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