Der Opposition fehlt die Basis. Markus Lohninger zur Ausgangslage vor dem nahenden Kampf um die Plätze im Gemeinderat

Von Markus Lohninger. Erstellt am 16. September 2014 (08:29)

Überregional haben die „schwarzen“ und „roten“ Machtzentren kräftig an Kraft eingebüßt, da wie dort schafften FPÖ und vor allem die Grünen den Sprung an die Schaltstellen der Regionalpolitik. Der Bezirk Gmünd ist weit davon entfernt: 380 von 407 Gemeinderats-Mandaten gingen bei der Wahl 2010 an ÖVP oder SPÖ.

Der Bürgermeister, den man persönlich kennt. Der Gemeinderat, der sich im Verein ehrenamtlich engagiert und die Probleme des Volkes kennt. Ein Bild, das bei uns kaum an Aktualität verloren hat. Dieses aktive Basispersonal fehlt den Kleinparteien im Bezirk weitgehend. In Heidenreichstein, wo sich die Grünen wirklich ins gesellschaftliche Leben einbringen, stellen sie ihre einzigen zwei Gemeinderäte des Bezirkes.

Ansonsten existiert Grün abseits von Wahlen seit 2010 im gesellschaftlichen und politischen Farbtopf kaum. Und die FPÖ? Acht teils sehr aktiven Gemeinderäten hatten die Wähler das Vertrauen geschenkt, nur zwei davon (jene in Gmünd) vertreten immer noch FPÖ-Interessen. Der Rest hat inklusive Parteivorstand das Weite gesucht.

Es ist aller Polit-Verdrossenheit zum Trotz nicht zu erwarten, dass sich im Jänner an der schwarz-roten Übermacht im Bezirk Gmünd allzu viel ändern wird. An einem antiquiert wirkenden Wahlverhalten des Volkes liegt das nicht.