Erstellt am 01. März 2017, 02:26

von Markus Lohninger

Der Testlauf ist gescheitert. Markus Lohninger über die nötige Notbremse im Schremser Begräbnis-Zwist

In Schrems diskutiert es sich gut. Noch klingt der Aufschrei wegen der von Karl Harrer unangekündigt angeordneten Zerstörung einer Granit-Kultstätte in den Ohren, schon gerät ein weiterer Alleingang des SPÖ-Stadtchefs von Schrems zum Dauer-Streitthema: der laut Harrer bis Sommer laufende „Probebetrieb“ einer ausnahmslosen Vorverlegung der Begräbnis-Beginnzeiten.

Das Problem ist hausgemacht – ist die Umstellung doch nach Aussage Harrers die Folge neuer Arbeitszeiten der Bauhof-Mitarbeiter, die nun seit Jänner bei 14-Uhr-Begräbnissen Überstunden anhäufen. Kritik hagelt es seither von allen Seiten. In der Gemeinderats-Sitzung wurde nun auch offiziell, was die NÖN zuvor in den Raum gestellt hatte – dass sich im Friedhofs-Ausschuss selbst alle anwesenden SPÖ-Mandatare gegen den Testlauf ausgesprochen haben.

Der Versuch wird durch die Bank als gescheitert bewertet. Das Überstunden-Problem – das Gmünd nach der Bauhof-Umstellung mit dem selben Betriebe-Berater nicht hatte – wird eine andere Lösung brauchen, mit und ohne Fortsetzung des Tests am Rücken von Menschen ihn ohnehin harten Lebensphasen. Harrer sollte sich das eingestehen – und die Notbremse ziehen.