Die Schonfrist ist vorbei. Zum verständlichen Hin und Her von Schrems bei der Abwehr-Baustelle.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 09. Juni 2021 (00:07)

Also wieder Baustelle. Große Überraschung war es keine mehr, dass der ASV Schrems mit Nenad Miskovic nicht verlängerte, der erst im Winter verpflichtete Innenverteidiger wieder gehen muss. Dafür roch er im Winter nach dem langen Hin und Her zu sehr nach Notlösung. Und dafür ließ jetzt das Bekenntnis zu ihm zu lange auf sich warten, während der restliche Kader längst feststand.

Es ist nicht verwunderlich, dass Schrems so lange an der Abwehr bastelt. Die Defensive war seit Jahren der konstanteste Mannschaftsteil, hatte sehr großen Anteil am Aufstieg der vergangenen Jahre. Dass dann mit Thomas Masch und Patrick Binder gleich die komplette Innenverteidigung wechselt, schafft einfach Probleme. Da ist positiv zu bewerten, dass die ASV-Sportleitung viel überlegt, Zweifel, die bei den ersten Trainings aufgekommen sind, ernst nimmt, nicht versucht, sich durchzuwurschteln.

Der Vorteil ist, dass genug Zeit für die Spielersuche bleibt – in einem normalen Jahr wäre die Saison noch gar nicht vorbei. Den Puffer, sich im Frühjahr aneinander zu gewöhnen und im Sommer voll anzugreifen, gibt‘s aber nicht mehr. Wie auch immer die neue Abwehr zusammengesetzt sein wird: Sie muss schnell funktionieren.