Ein Amt wird flexibel. Markus  Lohninger zu Beers Vorstoß am Gemeindeamt – und einer anderen Baustelle.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 17. Juni 2014 (12:16)

Bewegte Tage hat Gmünds Bürgermeister Beer hinter sich. In Kroatien, wo die Nachfahren vieler einst im Flüchtlingslager der Neustadt untergebrachter Istrier leben, holte er sich dickes Lob für sein Engagement in Sachen Zeitgeschichte. Beim Fußballspiel gegen die Diakonie-Auswahl war er kurz darauf, ganz Politiker – stark im Austeilen und im Einstecken – und fing sich prompt ein blaues Auge ein.

Mit diesem machte er aber tags darauf im Gemeinderat einen großen Schritt in Richtung eines zentralen Versprechens im NÖN-Interview zum Amtsantritt 2012: die stärkere „Öffnung des Gemeindeamtes“ für die Bevölkerung. Die vor 39 (!) Jahren erlassene aktuelle Dienstordnung wird auf seine Initiative hin nun aufgehoben, bereits ab 1. Juli ist das Gemeindeamt vormittags generell länger offen, mittags kürzer bzw. an einem Tag gar nicht mehr geschlossen, und dienstags auch abends geöffnet. Änderungen stoßen im Regelfall auf Widerstand, vor allem wenn sie längere Anwesenheit mit sich bringen. Beer hat sie am Gemeindeamt im Einvernehmen mit dem Personal und den anderen Parteien durchgesetzt. Jetzt wäre es an der Zeit, auch die Öffnungszeiten am Bauhof etwas mehr am Bedarf des Volkes auszurichten.