Ein sehr später Glücksfall. Markus Lohninger über den Wert des ersten Betriebes im Schremser Wirtschaftspark

Von Markus Lohninger. Erstellt am 20. Februar 2019 (05:00)

Mit gleich zwei Gewerbegebieten direkt an der Bundesstraße B2 – der Industriezone Schrems- Kottinghörmanns und dem Wirtschaftspark Schrems – hat die Granitstadt auch einen ausgeprägten Kontrast zwischen Licht & Schatten: Auf der einen Seite das rege Treiben mit mehr als tausend Arbeitsplätzen, auf der anderen Seite mehr als zehn Jahre lang einzig Leben im großflächig unberührten Erdreich.

Warum der Wirtschaftspark zwischen Schrems und Langschwarza in bester Lage an der hoch frequentierten B2 und vor der Abfahrt zur regional meistbefahrenen B41 von Fastfood-Ketten oder Möbelriesen jahrelang ignoriert wurde, das wird ein Rätsel bleiben.

Dass nun das Bioservice Zach als Erster einen Neubau an dem Standort angeht, ist in vielfacher Sicht ein Glücksfall: Der Betrieb verkörpert als Bio-Pionier in einer internationalen Nische vieles, wofür das Waldviertel im positiven Sinne steht. Er könnte die Stärke haben, auch als Wellenbrecher für nachfolgende Ansiedelungen voranzugehen.