Ein zweites Mal darf nicht sein. Zum gar nicht einfachen „Hochfahren“ einer Gesellschaft

Von Markus Lohninger. Erstellt am 01. Juli 2020 (02:54)

Die Gastronomen und Händler machten mit ihrer leidvollen Erfahrung den Anfang, inzwischen folgten weitere Bereiche von Ausflugszielen und Hoteliers bis zur Sole-Felsen-Welt und nun dem Gmünder Kino. Die großteils gemeinsame Erkenntnis, die in Wahrheit nur das ohnehin Vermutete bestätigt: Das vielfach angekündigte „Hochfahren“ diverser Teile einer Gesellschaft funktioniert auch im digitalen Zeitalter nicht einfach per Mausklick.

Es bedarf des komplexen Zusammenspiels extrem vieler – zuvor oft völlig unbemerkter – Rädchen, um ein Zusammenleben, ein Vertrauen und einen Alltag zu schaffen, wie er für uns noch im Februar selbstverständlich war.

Eine Rückkehr wird selbst im besten Fall einige Zeit in Anspruch nehmen. Gerade deshalb sind wir als Gesellschaft gefordert, wieder gewonnene Freiheiten nicht mit blinder Ignoranz gegenüber der Corona-Gefahr gleichzusetzen. Ein zweiter Lock-down könnte nicht nur die Wirtschaft überfordern, sondern das gesamte soziale Gefüge.