Eine Geste zum Neustart

Zur Frage über die Zukunft des Schremser Otto-Hauses.

Markus Lohninger
Markus Lohninger Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:29

Just nach der Verkaufsausschreibung für die Gmünder Villenkolonie gelangten noch zentralere Gemäuer von Schrems zur Ausschreibung. Die Debatte um einen Kauf des Otto-Hauses durch die Stadt drängt noch mehr als jene in Gmünd: Der Zustand der Villenkolonie ist im Alltag primär eine Herausforderung für verbliebene Mieter. Das weitläufige Otto-Haus im Herzen von Schrems erinnert aber täglich an die Hochblüte der Stadt – und ist, wie nun argumentiert wird, Symbol für einen Niedergang. Die Chance, dass es ein Privater aufputzt, ist nach den Jahren des Dahinmoderns überschaubar. Zugleich kann die Stadt nicht jede Bude kaufen und entwickeln, wie der baldige Stadtchef zurecht sagt.

Wie kann er mit der Sache umgehen? Er sollte, wie von der Opposition gefordert, politische Ausschüsse quer durch die Fraktionen mit der Causa beschäftigen. Sein Vorteil: Das Einbinden aller wäre auch eine Geste des guten Willens zum Neustart nach Jahren des Streits.